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Görlsdorf

Görlsdorf

Ein Lenné-Park zum Träumen und Entdecken

Die idyllische Ortschaft Görlsdorf liegt nur knapp 5 Kilometer von der Stadt Angermünde entfernt. Das Dorf mit seinen ca. 170 Einwohnern liegt inmitten den einzigartigen Endmoränenlandschaft durchzogen von sanften Hügeln, dichten Wäldern und zählreichen Gewässern. Kommt man aus Richtung Kerkow über die hügelige Wiesenlandschaft in das Dorf, ziehen große Weideflächen an einem vorüber. Die durch Rinder- und Pferdeherden gezeichneten Koppeln werden traumhaft durch die angrenzenden Waldvorkommen umrandet. Dieses Fleckchen verkörpert die Vielfalt und Schönheit der Region und der Blick über die schier endlos weite Landschaft lädt zum Erholen und Entspannen ein.

Geprägt wird die Geschichte des Angermünder Ortsteils zum einen durch die schon jahrzehntelange Pferdezucht auf dem ortansässigen Gestüt und zum anderen durch den von Peter Joseph Lenné geprägten – Görlsdorfer Park.

Die enge Verbindung des Ortes zur Pferdezucht, basiert auf dem schon im Jahr 1883, von Wilhelm Heinrich Sigismund Joachim Viktor Innozenz Graf von Redern, gegründeten Gestüt. Dieses kann auf viele Jahre traditioneller Zucht zurückblicken und konnte schon so einige Derbisieger hervorbringen. Auch über die internationalen Grenzen hinweg ist das Gestüt eine renommierte Adresse im Segment der Pferdezucht und des -sports.

Ein kleiner Fluss schlängelt sich vorbei an majestätischen Bäumen und offenen Wiesenflächen durch eine 90 Hektar große Parkanlage – dem Lenné-Park Görlsdorf. Dieser besondere Ort ist ein vor fast 200 Jahren angelegter Englischer Landschaftspark. Er liegt in der durch die Eiszeit geformten idyllischen Hügellandschaft des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin bei Angermünde, ca. 100 km nordöstlich von Berlin.

Anfang des 19. Jahrhunderts entwarf der Landschaftsarchitekt Peter Jospeh Lenné die Parkanlage. Lenné war als General-Gartendirektor der königlich-preußischen Gärten verantwortlich für die Potsdamer Parkanlagen. In Görlsdorf verwirklichte er sein Idealbild eines Landschaftsparks im Stil der Englischen Landschaftsgärten und damit ganz anders als die noch im 18. Jahrhundert bevorzugten streng geometrisch angelegten Parks wie in Sanssouci oder Versailles.

Bei der Gestaltung des Gartens orientierte er sich an der vorgefundenen Landschaft mit Wald und Flusslauf. Lenné schaffte mit großem gärtnerischem Aufwand eine natürlich wirkende abwechslungsreiche Szenerie, die sich für die Besucher des Parks als „begehbares Landschaftsgemälde“ darstellen sollte.

Als typisches Markenzeichen des Lennéschen Gestaltungskonzepts bieten Sichtachsen Ausblicke auf umliegende Wiesenflächen und Hügel.

Auftraggeber für die Parkanlage war die Fürstenfamilie von Redern, in deren Besitz Görlsdorf und die umliegenden Ländereien sich seit 1632 befinden. Die von Rederns gehören zu den reichsten preußischen Großgrundbesitzer ihrer Zeit und Oberhaupt Friedrich Wilhelm Graf zu Redern hielt höchste Positionen am Königshof. Sein von Karl Friedrich Schinkel entworfenes Stadtpalais in Berlin befand sich an prominenter Stelle am Pariser Platz, wo heute das Hotel Adlon steht.

Durch die besondere Lage des Ortes, welcher seinen Ursprung hinter Hügeln zwischen Park und Dorf fand und seiner so facettenreichen Tier- und Pflanzenwelt, hat sich nur unweit der Ortschaft das NABU-Naturerlebniszentrum Blumenberger Mühle entwickelt. Als Informationszentrum über die Biosphäre, das Reservat und die natürlichen Besonderheiten der Region. Hier kann man Natur und Landschaft erleben und anfassen. Als Verbindungspunkt von Natur, Bildung und Kultur bietet das NABU-Naturerlebniszentrum Groß und Klein ein einzigartiges Freizeiterlebnis. Ob auf einer Ranger- geführten Wanderung durch das Areal oder auf Selbsterkundungstour durch den duftenden Kräutergarten, entlang des Fischräucherofens über den schwankenden Moorweg zur Schildkrötenanlage oder etwas weiter entlang der Fischteiche für jeden bietet diese Einrichtung Möglichkeiten die Biosphäre zu erkunden und mehr über die einzigartige Region zu erfahren.

Der kleine Ort, welcher an die märkische Eiszeitstraße anliegt, hat so viel zu bieten und beherbergt neben seinen romantischen Pensionen und Gästezimmern eine der letzten Kneipen der Region – die liebevoll geführte urige Schenke – zum Kroghus. Bei kühlen Getränken und selbstgemachten Speisen kann man Gaumen und Seele verwöhnen.

Egal ob für Menschen aus der Region oder von weiter weg, dieser noch so kleine Ort bietet jedem seiner Besucher eine individuelle Plattform, sich selbst, die Region und die so atemberaubende Landschaft zu erkunden. Besonders wegen dieser Vielfalt ist dieses Stückchen Erde definitiv einen Ausflug wert und lädt dazu ein, die Natur auf mehr als nur eine Art zu genießen.

 

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