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Zwischenergebnisse zur Kommunalen Wärmeplanung

Zwischenergebnisse zur Kommunalen Wärmeplanung

Stadt informiert zum aktuellen Stand

Angermünde, den 17. Februar 2026

Seit September 2025 arbeitet die Megawatt Ingenieurgesellschaft im Auftrag der Stadt Angermünde an der Kommunalen Wärmeplanung. Ziel ist es, ein übergeordnetes, räumliches Konzept für die nachhaltige Wärmebereitstellung in Angermünde zu entwickeln. In Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren, unter anderem aus der Wohnungswirtschaft und Energieversorgung, entsteht so ein strategisches Planungsinstrument für die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürgern.

Die ersten Meilensteine sind bereits umgesetzt: Die Bestandsanalyse und Bedarfsprognose sowie eine Potenzialanalyse konnten erstellt werden. Nun wurde eine Präsentation zu den Zwischenergebnissen veröffentlich:

Bei der Bestandsanalyse wurden die Energieverbräuche und die Beheizungsstrukturen betrachtet und somit die Wärmeinfrastruktur der Stadt Angermünde dargestellt. Ebenso wurde eine Energie- und Treibhausgasbilanz für den Wärmesektor erstellt. Diese Zwischenergebnisse zeigen u.a. dass in Angermünde rund 95% des Wärmebedarfs aktuell von fossilen Energieträgern gedeckt wird, allen vorab Erdgas mit 73%. 

In der Bedarfsprognose wird der Wärmebedarf für die Jahre 2030, 2035, 2040 und 2045 abgeschätzt. Dies erfolgt mit einer angenommenen Sanierungsrate für Wohn- und Nichtwohngebäude. Darüber hinaus werden auch geplante Neubaugebiete in die Berechnung einbezogen. Es wird eine Bedarfseinsparung von rund 30 % bis 2045 abgeschätzt. Dies beinhaltet Bedarfseinsparungen durch Effizienz- und Sanierungsmaßnahmen, Bedarfserhöhungen durch geplante Neubaugebiete und einen Klimafaktor für Angermünde.

Bei der Potenzialanalyse wurden die verschiedenen Möglichkeiten betrachtet, wie man in der Stadt Angermünde den Wärmebedarf mit Hilfe von Erneuerbaren Energien decken könnte. Hier wurden u.a. die Voraussetzungen für oberflächennahe Geothermie, tiefe Geothermie und Solarthermie sowie andere Wärmequellen betrachtet.

Ausblick auf nächste Schritte

Im nächsten Schritt werden auf der Grundlage der Bestands- und Potenzialanalyse Gebiete identifiziert, in denen sich eine netzgebundene Wärmeversorgung wirtschaftlich lohnen kann. Für diese Gebiete erfolgt eine Untersuchung der optimalen Wärmeerzeugungsstruktur. Auch für die dezentralen Versorgungsgebiete werden die Möglichkeiten der Wärmeversorgung untersucht. Aus den Ergebnissen ergibt sich ein Zielszenario für die Wärmeversorgung in Angermünde bis 2045. Zur Erreichung dieses Zielzustands werden Maßnahmen erarbeitet und ein Umsetzungskonzept erarbeitet.

Die Präsentation zu den Zwischenergebnissen, weitere Hintergrundinformationen und Hinweise zu zukünftigen öffentlichen Informationsveranstaltungen finden Sie auf der Webseite der Stadt Angermünde unter.