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Neuerrichtung des Bollwerks Stolpe

Neuerrichtung des Bollwerks Stolpe

Schaffung einer Anlegestelle mit Aufenthaltsqualität

Das Bollwerk im Angermünder Ortsteil Stolpe soll neu errichtet und künftig wieder als Sportbootanleger genutzt werden können. Damit soll die wassertouristische Erschließung der Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße in Stolpe wieder ermöglicht und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität am Wasser verbessert werden.

Die Stadt Angermünde hat hierfür bereits eine entsprechende Planung in Auftrag gegeben. Die Umsetzung steht unter dem Vorbehalt der Bewilligung entsprechender Fördermittel.

Vorplanungsskizze zur Baumaßnahme Bollwerk Stolpe
Blick vom Stolper Turm auf die Hohensaaten-Friedrichtsthaler-Wasserstraße

Ausgangslage

Das bestehende Bollwerk besteht aus verankerten Stützwänden und einer Verbundpflasterfläche. Im Jahr 2025 wurden erhebliche Schäden an der Konstruktion festgestellt. Das Bollwerk wurde unterspült, wodurch die Pflasterfläche einbrach.

Seitdem ist eine Nutzung des Anlegers nicht mehr möglich.

Um den Anleger dauerhaft wieder nutzbar zu machen, ist vorgesehen, das bestehende Bollwerk vollständig zurückzubauen und an gleicher Stelle durch einen Neubau zu ersetzen.

Geplante Baumaßnahme

Der geplante Ersatzneubau soll ausschließlich als Sportbootanleger genutzt werden.

Nach der derzeitigen Vorplanung ist ein Treppenanleger vorgesehen. Ein Teil der Treppen soll als Sitzstufen ausgebildet werden. Dadurch soll neben der Nutzung als Anlegestelle auch die Aufenthaltsqualität am Wasser verbessert werden.

Die Planung berücksichtigt zudem einen barrierefreien Zugang zum Anleger.

Vorgesehene Elemente

  • vollständiger Rückbau des bestehenden Bollwerks
  • Ersatzneubau an gleicher Stelle
  • Errichtung eines Treppenanlegers für Sportboote
  • Sitzstufen für eine verbesserte Aufenthaltsqualität
  • barrierefreie Erschließung des Anlegers
  • Wiederherstellung der wassertouristischen Nutzung an der Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße

Aktueller Stand

Das Vorhaben befindet sich derzeit im politischen Beratungsverfahren.

Die Beschlussvorlage BV-069/2026 wurde von der Verwaltung am 7. Juli 2026 eingebracht und befindet sich aktuell im Gremiendurchlauf.

Vorgesehen ist folgende Beratung:

GremiumTermin
Ortsbeirat Stolpe18.08.2026
Bau-, Wirtschafts- und Umweltausschuss26.08.2026
Hauptausschuss15.09.2026
Stadtverordnetenversammlung07.10.2026

Die Stadtverordnetenversammlung soll über die Neuerrichtung des Bollwerks als Sportbootanleger entscheiden.

Wichtig: Zum aktuellen Zeitpunkt liegt damit noch kein endgültiger Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zur Umsetzung der Baumaßnahme vor.

Kosten

Für die derzeitige Vorplanung mit barrierefreiem Zugang werden die Gesamtkosten auf rund

1.060.000 Euro

geschätzt.

Die tatsächlichen Kosten können sich im weiteren Planungs- und Genehmigungsverfahren verändern.

Finanzierung und Förderung

Die Neuerrichtung des Bollwerks soll nur umgesetzt werden, wenn entsprechende Fördermittel zur Verfügung stehen.

Grundsätzlich ist die Maßnahme nach der GRW-I-Richtlinie förderfähig. Voraussetzung hierfür ist unter anderem, dass Stolpe Bestandteil des Wassersportentwicklungsplanes des Landes Brandenburg ist.

Nach derzeitigem Stand kann die Förderung mindestens 60 % und bis zu 90 % der förderfähigen Kosten betragen.

In einem Vorgespräch mit der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) wurde die grundsätzliche Förderfähigkeit des Vorhabens bestätigt.

Die erforderlichen kommunalen Eigenanteile sollen – vorbehaltlich des entsprechenden Beschlusses und der Fördermittelbewilligung – in den kommenden Haushaltsjahren eingeplant werden.

Ziel der Maßnahme

Mit dem Ersatzneubau soll das Bollwerk wieder dauerhaft nutzbar gemacht und die Verbindung Stolpes zur Wasserstraße für den Wassertourismus gestärkt werden.

Gleichzeitig soll der neu gestaltete Anleger durch die Sitzstufen und den barrierefreien Zugang einen attraktiven Aufenthaltsort am Wasser schaffen, der auch der Allgemeinheit zugutekommt.