Maerker - Melden Sie hier Straßenschäden und defekte Straßenbeleuchtungen

Feuerwehrgerätehaus Löschzug 1 – Erweiterung und funktionale Neuordnung

Feuerwehrgerätehaus Löschzug I

Erweiterung und funktionale Neuordnung

Das Feuerwehrgerätehaus des Löschzuges I am Nordring 2 soll erweitert und funktional neu geordnet werden. Ziel ist es, die räumlichen Bedingungen an die heutigen Anforderungen des Feuerwehrdienstes anzupassen und einen sicheren, hygienischen und zeitgemäßen Betrieb zu gewährleisten.

Grundlage für das Vorhaben ist eine Überprüfung des Feuerwehrgerätehauses durch die Feuerwehr-Unfallkasse Brandenburg im Februar 2025. Dabei wurden unter anderem die geltenden Unfallverhütungsvorschriften, aktuelle DIN-Normen und weitere Anforderungen an Sicherheit und Gesundheit berücksichtigt.

Feuerwehrgebäude des Löschzugs 1 am Nordring
Projtektstudie zum Feuerwehrgebäude - geplante Maßnahmen sind rot markiert

Warum ist die Erweiterung notwendig?

Das Feuerwehrgerätehaus wurde unter den heutigen Anforderungen an Sicherheit, Hygiene und die veränderte Zahl der Nutzerinnen und Nutzer überprüft.

Dabei wurde festgestellt, dass bauliche Anpassungen erforderlich sind. Insbesondere sollen die Umkleide- und Sanitärbereiche so gestaltet werden, dass Einsatzkräfte sich sicher und ohne unnötige Überschneidungen zwischen sauberen und möglicherweise kontaminierten Bereichen bewegen können.

Der Löschzug I umfasst derzeit:

  • 60 aktive Kameradinnen und Kameraden, davon 50 Männer und 10 Frauen
  • durchschnittlich 25 Einsatzkräfte bei einem Einsatz, davon 20 Männer und 5 Frauen
  • 30 Mitglieder der Jugendfeuerwehr, davon 15 Mädchen und 15 Jungen

Die gestiegenen Nutzerzahlen und die veränderten Anforderungen machen eine Anpassung der vorhandenen Räume erforderlich.

Geplante Maßnahmen

Auf Grundlage einer bereits erarbeiteten Projektstudie ist eine Erweiterung und funktionale Neuordnung des Umkleide- und Sanitärbereiches vorgesehen.

Dabei sollen insbesondere folgende Anforderungen berücksichtigt werden:

1. Sichere Wegeführung

Die Wege innerhalb des Feuerwehrgerätehauses sollen so organisiert werden, dass sich die Alarm- und Laufwege nicht unnötig kreuzen. Gleichzeitig soll eine klare Trennung zwischen sauberen und kontaminierten Bereichen geschaffen werden.

2. Umkleidebereiche

Die Umkleiden sollen entsprechend der aktuellen Anforderungen neu organisiert werden. Dazu gehören unter anderem:

  • ausreichende Spindkapazitäten für die unterschiedlichen Nutzergruppen
  • Doppelschränke zur Umsetzung der Schwarz-Weiß-Trennung
  • getrennte Umkleidebereiche für Feuerwehrangehörige und Jugendfeuerwehr
  • geschlechtsspezifisch getrennte Sanitär- und Duschbereiche

3. Hygiene und Einsatzschutz

Auch die hygienischen Anforderungen an den Feuerwehrbetrieb sollen verbessert werden. Vorgesehen sind unter anderem Räume beziehungsweise Bereiche für:

  • Desinfektion
  • Stiefelwäsche
  • die klare Trennung von sauberen und kontaminierten Bereichen

Die Verbindung zwischen den Umkleide- und Sanitärbereichen und der Fahrzeughalle soll über klar definierte Flure erfolgen.

Projektstudie

Im Auftrag der Kommunalen Gebäudemanagement Angermünde GmbH wurde durch ein Planungsbüro eine Projektstudie erarbeitet.

Die Studie zeigt, wie die erforderliche Erweiterung in die vorhandene Gebäudestruktur integriert und der Umkleide- und Sanitärbereich funktional neu geordnet werden kann.

Die derzeit geschätzten Baukosten belaufen sich auf rund 1,082 Millionen Euro.

Um den tatsächlichen Finanzierungsbedarf genauer bestimmen und mögliche Fördermittel beantragen zu können, soll die Planung bis zur Leistungsphase IV – Genehmigungsplanung weitergeführt werden.

Für diese Planungsleistungen sind Kosten in Höhe von 62.100 Euro vorgesehen.

Beschluss der Stadtverordnetenversammlung

Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Angermünde hat am 17. Dezember 2025 einstimmig dem Vorhaben grundsätzlich zugestimmt.

Mit dem Beschluss wurde außerdem die Bürgermeisterin ermächtigt, die Planung bis zur Leistungsphase IV zu beauftragen.

Damit ist die Grundlage geschaffen, die Planung weiter zu konkretisieren und den für die Umsetzung erforderlichen Finanzierungsbedarf belastbar zu ermitteln.

Finanzierung

Für die Weiterführung der Planung stehen die erforderlichen Mittel in Höhe von 62.100 Euro zur Verfügung. Die Mittel sind sowohl im Haushalt 2025 als auch in der Haushaltsplanung 2026 berücksichtigt.

Die derzeit geschätzten Baukosten von rund 1,082 Millionen Euro bilden die Grundlage für die weitere Planung. Die genaue Kostenberechnung soll im Zuge der Genehmigungsplanung nach DIN 276 erarbeitet werden.

Auf dieser Grundlage können anschließend die Finanzierung und mögliche Fördermöglichkeiten für die bauliche Umsetzung konkretisiert werden.

Projektziele

Mit der Erweiterung und Neuordnung des Feuerwehrgerätehauses sollen insbesondere folgende Ziele erreicht werden:

  • Verbesserung der Sicherheit der Einsatzkräfte
  • Einhaltung aktueller Unfallverhütungs- und Arbeitsschutzanforderungen
  • Verbesserung der Hygiene im Feuerwehrbetrieb
  • klare Trennung von sauberen und kontaminierten Bereichen
  • zeitgemäße Umkleide- und Sanitärbereiche
  • Berücksichtigung der Anforderungen von Frauen, Männern und Jugendfeuerwehr
  • Anpassung an die gestiegene Zahl der Nutzerinnen und Nutzer
  • funktionale Verbesserung der Wege zwischen Umkleidebereichen und Fahrzeughalle