Errichtung eines Kunstrasenplatzes
Errichtung eines Kunstrasenplatzes
Wetterunabhängig nutzbare, multifunktionale Sportfläche für den Schul- und Vereinssport
Auf dem Gelände des Jahn-Sportplatzes soll ein moderner Kunstrasenplatz entstehen. Ziel ist es, die Sportinfrastruktur in Angermünde zu erweitern und eine wetterunabhängig nutzbare, multifunktionale Sportfläche für den Schul- und Vereinssport zu schaffen.
Das Vorhaben geht auf einen Grundsatzbeschluss der Stadtverordnetenversammlung aus dem Jahr 2021 zurück. Das Projekt soll nun mit einer angepassten Planung und einer neuen Finanzierungsperspektive erneut vorangetrieben werden.
Ausgangslage
Die Stadtverordnetenversammlung hat mit dem Beschluss BV-087/2021 bereits am 8. September 2021 die Errichtung eines Kunstrasenplatzes auf dem Jahn-Sportplatz beschlossen.
Die damalige Kostenschätzung lag bei rund 700.000 Euro. Bei einer seinerzeit vorgesehenen Förderung von 75 Prozent wollte der Angermünder FC e. V. einen erheblichen Anteil des erforderlichen Eigenanteils übernehmen. Der städtische Zuschuss sollte 25.000 Euro betragen.
Eine Umsetzung des Projektes erfolgte damals nicht.
Der Wunsch, den Kunstrasenplatz zu realisieren, besteht beim Verein und bei der Stadtverwaltung weiterhin. Im Herbst 2025 ist der Angermünder FC erneut mit dem Vorhaben an die Stadtverwaltung herangetreten.
Aktueller Planungsstand
Inzwischen liegt eine detaillierte Kostenschätzung auf Grundlage eines Baugrundgutachtens vor.
In der ursprünglichen Planung waren neben dem Kunstrasenplatz auch eine Flutlichtanlage und eine Tribüne berücksichtigt. Die Gesamtkosten wurden hierfür mit rund 1,93 Millionen Euro ermittelt.
Um die Investitionskosten zu reduzieren, hat sich der Angermünder FC bereit erklärt,
- die Flutlichtanlage in Eigenleistung zu errichten und
- auf den Bau einer Tribüne zu verzichten.
Dadurch können die voraussichtlichen Kosten für die Stadt Angermünde auf rund 1,56 Millionen Euro reduziert werden.
Geplanter Standort
Der Kunstrasenplatz soll auf dem derzeitigen 3. Rasenplatz des Jahn-Sportplatzes, parallel zum Hauptplatz, entstehen.
Die vorhandene Fläche ist derzeit etwa 45 Meter breit und 120 Meter lang.
Durch eine Anpassung des Zaunverlaufs an der Joachimsthaler Straße und die teilweise Entfernung der dort vorhandenen Böschung soll eine größere nutzbare Spielfläche geschaffen werden.
Geplant ist ein Spielfeld von rund 55 x 96 Metern ohne Nebenanlagen. Damit entspricht die Spielfeldgröße den entsprechenden Normen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).
Multifunktionale Nutzung
Der Kunstrasenplatz soll nicht ausschließlich dem Fußball zur Verfügung stehen. Durch dauerhaft aufgebrachte Markierungen soll die Fläche multifunktional für verschiedene Sportarten nutzbar sein.
Davon profitieren insbesondere:
- Schulsport
- Vereinssport
- Fußball
- weitere Ballsportarten
- allgemeine Sport- und Bewegungsangebote
Damit kann der Platz auch außerhalb des klassischen Fußballbetriebs flexibel genutzt werden.
Vorteile eines Kunstrasenplatzes
Ein Kunstrasenplatz ermöglicht eine deutlich intensivere und wetterunabhängigere Nutzung als ein herkömmlicher Naturrasenplatz.
Höhere Nutzbarkeit
Für den Kunstrasenplatz wird eine jährliche Nutzungsdauer von etwa 2.000 Stunden erwartet. Ein Naturrasenplatz kann im Vergleich dazu durchschnittlich rund 500 Stunden pro Jahr genutzt werden.
Damit können die vorhandenen Sportflächen wesentlich intensiver genutzt und Trainings- sowie Spielmöglichkeiten besser abgesichert werden.
Robust und eben
Die Kunstrasenfläche bleibt auch bei intensiver Nutzung eben und bildet keine typischen Vertiefungen oder Unebenheiten, wie sie bei Naturrasen entstehen können.
Das weiche Kunstgras bietet zudem bei Stürzen eine gute Beschaffenheit und ermöglicht eine Nutzung auch bei unterschiedlichen Witterungsbedingungen.
Pflege und Ressourcen
Ein Kunstrasenplatz ist im laufenden Betrieb vergleichsweise pflegeleicht. Im Gegensatz zu einem Naturrasenplatz sind insbesondere keine regelmäßige Düngung oder Nachsaat erforderlich.
Auch der Bewässerungsbedarf ist deutlich geringer. Dadurch kann die Sportfläche langfristig ressourcenschonender betrieben werden.
Finanzierung
Für die Umsetzung des Projektes beabsichtigt die Stadt Angermünde, sich am nächsten Projektauswahlverfahren im Rahmen der LEADER-Förderung zu beteiligen.
Bei einer erfolgreichen Aufnahme in die Förderung könnte ein Zuschuss von bis zu 800.000 Euro zur Verfügung stehen.
Bei derzeit geschätzten Projektkosten von rund 1,56 Millionen Euro würde damit ein Eigenanteil von rund 760.000 Euro bei der Stadt Angermünde verbleiben.
Die tatsächliche Finanzierung steht unter dem Vorbehalt der erfolgreichen Fördermittelbeantragung und -bewilligung.
Voraussichtliche Finanzierung
| Finanzierung | Betrag |
|---|---|
| Gesamtkosten nach Anpassung der Planung | ca. 1.560.000 € |
| mögliche LEADER-Förderung | bis zu 800.000 € |
| verbleibender städtischer Eigenanteil | ca. 760.000 € |
Der Angermünder FC übernimmt darüber hinaus die Errichtung der Flutlichtanlage in Eigenleistung.
Zeitplan
Die Umsetzung des Projektes ist nach derzeitiger Planung für die Jahre 2027 und 2028 vorgesehen.
Voraussetzung hierfür ist insbesondere eine erfolgreiche Teilnahme am vorgesehenen LEADER-Projektauswahlverfahren sowie die Bewilligung der entsprechenden Fördermittel.

