Filmvorführung und Gesprächsrunde anlässlich des 81. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz
Filmvorführung und Gesprächsrunde anlässlich des 81. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz
Dienstag, 27. Januar 2026, 18 Uhr im Rathaus Angermünde
Angermünde, den 15. Januar 2026
Zum 81. Jahrestag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz laden die Stadt Angermünde und das Bürgerbündnis für eine gewaltfreie, tolerante und weltoffene Stadt Angermünde herzlich zu einem besonderen Gedenkabend mit Filmvorführung und anschließender Gesprächsrunde ein.
Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das nationalsozialistische Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Der 27. Januar ist heute der offizielle deutsche Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus und steht weltweit symbolisch für die Erinnerung an die Millionen Menschen, die dem nationalsozialistischen Terror zum Opfer fielen.
Am 27. Januar 2026 wird um 18 Uhr im Ratssaal des Rathauses Angermünde der Spielfilm „In Liebe, eure Hilde“ gezeigt. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss an die Filmvorführung findet eine moderierte Gesprächsrunde statt, die Raum für Austausch und Reflexion über die historischen Hintergründe, die Botschaft des Films sowie die Bedeutung von Erinnerungskultur heute bietet.
NS-Widerstandsdrama über Hilde und Hans Coppi
Der Spielfilm „In Liebe, eure Hilde“ (2024) von Regisseur Andreas Dresen basiert auf der wahren Geschichte von Hilde und Hans Coppi. Sie gehörten zur sogenannten „Roten Kapelle“ – einer von der Gestapo geprägten Sammelbezeichnung für verschiedene Widerstands- und Freundeskreise, die sich dem Nationalsozialismus widersetzten. Es handelte sich nicht um eine einheitliche Organisation, sondern um lose Netzwerke von bis zu 150 Frauen und Männern unterschiedlicher politischer Weltanschauungen und gesellschaftlicher Herkunft, die häufig unabhängig voneinander agierten.
Zwischen August 1942 und Frühjahr 1943 verhaftete die Gestapo 126 Personen, die sie diesen Netzwerken zurechnete. Viele von ihnen wurden vom Volksgerichtshof wegen „Spionage“, „Vorbereitung zum Hochverrat“ oder „Feindbegünstigung“ zum Tode oder zu langjährigen Haftstrafen verurteilt – darunter auch Hilde und Hans Coppi.
Der Film erzählt eine nahezu zeitlose und eindringliche Liebesgeschichte über Anstand und Widerstand, Intuition und zivile Courage, Würde und Angst. Er macht deutlich, dass die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus untrennbar mit dem Gedenken an jene verbunden ist, die Widerstand leisteten und dafür ihr Leben riskierten.
Ein DenkTag für die Gegenwart und Zukunft
Der 27. Januar ist nicht nur ein Tag des Gedenkens, sondern auch ein Aufruf zur aktiven Auseinandersetzung mit unserer Geschichte – ein DenkTag im Sinne des Nachdenkens und Handelns. Gerade heute, da Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung wieder zunehmen, ist das Erinnern an die Verbrechen des Nationalsozialismus und an den mutigen Widerstand gegen Unrecht ein unverzichtbarer Beitrag für eine friedliche, demokratische und tolerante Zukunft.
Die Stadt Angermünde und das Bürgerbündnis für eine gewaltfreie, tolerante und weltoffene Stadt Angermünde laden alle Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, diesen wichtigen Gedenktag gemeinsam zu begehen und ein klares Zeichen gegen Hass, Ausgrenzung und Gewalt zu setzen.
Veranstaltungsdetails
- Datum: Dienstag, 27. Januar 2026
- Uhrzeit: 18:00 Uhr
- Ort: Ratssaal des Rathauses Angermünde, Markt 24, 16278 Angermünde
- Eintritt: frei
Die Veranstalter freuen sich auf Ihre Teilnahme.

