Kooperationsvereinbarung zum Vorschulprojekt unterzeichnet
Kooperationsvereinbarung zum Vorschulprojekt unterzeichnet
Stadt Angermünde stellt allen Vorschulkindern einheitliche Materialien zur Verfügung
Donnerstag, 10. September 2026
Mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Kooperationsvereinbarung ist das Vorschulprojekt der Stadt Angermünde am 1. September offiziell gestartet. Im Rathaus Angermünde unterzeichneten die Kitaleiterinnen Anne Drogott und Karolin Lange gemeinsam mit den Schulleiterinnen Laura Göbel-Weiss und Kati Gründel sowie Bürgermeisterin Ute Ehrhardt und Maria Schmidt, Fachbereichsleiterin Bildung, Kultur und Soziales der Stadt Angermünde, die Vereinbarung. Ziel des Projekts ist es, den Übergang von der Kita in die Grundschule frühzeitig, verbindlich und gemeinsam zu gestalten.
Zusammenarbeit von Kita und Schule stärken
Das Vorschulprojekt setzt auf eine enge Zusammenarbeit zwischen den Kindertagesstätten, den Grundschulen und der Stadt Angermünde. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie Kinder bestmöglich auf ihren bevorstehenden Schulstart vorbereitet werden können und wie der Übergang für sie möglichst vertraut und positiv gestaltet werden kann.
„Der Übergang von der Kita in die Schule wird für die Vorschüler und Vorschülerinnen besonders erlebbar, wenn sie bereits vor dem ersten Schultag regelmäßig die Gelegenheit haben, ihre künftige Lernumgebung kennenzulernen und erste positive Erfahrungen zu sammeln. Dies verleiht Sicherheit und macht neugierig auf das, was kommt“, sagt Laura Göbel-Weiss, Schulleiterin der Puschkinschule.
Im Rahmen der Kooperation besuchen die Vorschulgruppen der beteiligten Kitas regelmäßig die Grundschulen. Dort können die Kinder die Räumlichkeiten kennenlernen, erste Einblicke in den Schulalltag erhalten und Erfahrungen mit der neuen Lernumgebung sammeln. Die Pilotphase startet zunächst mit dem evangelischen Kindergarten und der Kita „Kinderstübchen“. Nach der Auswertung der Pilotphase im Frühjahr 2027 soll das Angebot perspektivisch auf weitere Kitas ausgeweitet werden.
Einheitliche Vorschulhefte für alle Kinder
Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist die Förderung der Chancengleichheit. Die Stadt Angermünde stellt deshalb allen Kitas in Angermünde – unabhängig von ihrer Trägerschaft – kostenfrei einheitliche Vorschulhefte für jedes Vorschulkind zur Verfügung. Die Materialien wurden gemeinsam mit den Grundschulen ausgewählt und bilden eine gemeinsame Grundlage für die Vorschularbeit.
„Uns ist wichtig, dass jedes Kind in Angermünde die gleichen Möglichkeiten erhält, sich auf die Schule vorzubereiten. Deshalb stellen wir die Vorschulhefte allen Einrichtungen zur Verfügung – selbstverständlich auch den Kitas in freier Trägerschaft“, betont Ute Ehrhardt, Bürgermeisterin.
Schulleiterinnen bringen die Hefte persönlich in die Kitas
Direkt im Anschluss an die Unterzeichnung machten sich die Schulleiterinnen Laura Göbel-Weiss und Kati Gründel auf den Weg durch Angermünde und die Ortsteile. Sie besuchten alle weiteren Angermünder Kitas persönlich, übergaben die von der Stadt bereitgestellten Vorschulhefte an die Erzieherinnen und begrüßten die neuen Vorschulkinder.
Damit wurde zugleich sichtbar, dass das Projekt über die beiden Pilot-Kitas hinaus von Beginn an alle Angermünder Kitas einbezieht, wenn es um die gemeinsame Grundlage für die Vorschularbeit und die Chancengleichheit der Kinder geht.
Ein guter Start beginnt vor dem ersten Schultag
Für die pädagogischen Fachkräfte bieten die einheitlichen Materialien eine zusätzliche Möglichkeit, die Kinder gezielt in ihrer Entwicklung zu begleiten und sie auf die Anforderungen des Schulbeginns vorzubereiten. Gleichzeitig schafft der regelmäßige Austausch zwischen Kita und Schule die Grundlage dafür, Erfahrungen zu teilen, Erwartungen abzustimmen und die Übergänge für die Kinder weiterzuentwickeln.
Auch Kati Gründel, Schulleiterin der Gustav-Bruhn-Schule sieht in der Zusammenarbeit einen wichtigen Schritt: „Wir möchten die Kinder dort abholen, wo sie stehen, und gemeinsam mit den Kitas den Weg in die Schule gestalten. Dabei geht es nicht darum, Schule vorwegzunehmen, sondern darum, Interesse zu wecken, Vertrauen aufzubauen und den Kindern einen guten Übergang zu ermöglichen.“
Pilotprojekt als erster Schritt
Mit der offiziellen Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung und der Übergabe der Vorschulhefte ist der Startschuss für das neue Vorschulprojekt gefallen. Die kommenden Monate sollen genutzt werden, um die Zusammenarbeit praktisch mit Leben zu füllen, Erfahrungen zu sammeln und die bestehenden Strukturen weiterzuentwickeln.
Die Pilotphase mit dem evangelischen Kindergarten und der Kita „Kinderstübchen“ wird im Frühjahr 2027 ausgewertet. Auf dieser Grundlage soll entschieden werden, wie das Angebot weiterentwickelt und schrittweise auf weitere Kitas ausgeweitet werden kann. Langfristiges Ziel ist es, möglichst allen Kitas in Angermünde die Möglichkeit zu geben, von den aufgebauten Kooperationsstrukturen zu profitieren.
So soll ein Übergang entstehen, bei dem Kita, Schule, Eltern und Stadt gemeinsam den Schulstart der Kinder vorbereiten – mit guten Erfahrungen, klaren Strukturen und gleichen Chancen für alle.

