Kinderschutz: Fachtag stärkt Qualität in Kitas und Horten der Stadt
Kinderschutz im Fokus: Fachtag stärkt Qualität in kommunalen Kitas und Horten
Pädagogische Fachkräfte der Stadt Angermünde setzen sich für sichere Orte und eine hohe Qualität der pädagogischen Arbeit ein
Angermünde, den 07.10.2026
Kinderschutz ist eine zentrale Aufgabe pädagogischer Einrichtungen und ein wichtiger Bestandteil guter pädagogischer Arbeit. Die Mitarbeitenden der städtischen Kindertagesstätten und Horte der Stadt Angermünde haben sich daher intensiv mit dem institutionellen Kinderschutz und der Weiterentwicklung ihrer Schutzkonzepte beschäftigt. Den Abschluss der umfangreichen Fortbildungsreihe bildete am 3. Februar 2026 ein gemeinsamer Fachtag mit Prof. Dr. Jörg Maywald, einem ausgewiesenen Experten für Kinderrechte und Kinderschutz.
Fachliche Begleitung für die kommunalen Einrichtungen
Die Stadt Angermünde betreibt sechs eigene Kindertagesstätten in der Kernstadt sowie in den Ortsteilen Crussow, Frauenhagen, Greiffenberg, Kerkow und Neukünkendorf. Hinzu kommen die Horte an der Puschkinschule und der Gustav-Bruhn-Grundschule.
Die Fortbildungsreihe wurde speziell für die Teams dieser kommunalen Kitas und Horte durch die kindergerecht GbR durchgeführt. Insgesamt nahmen die pädagogischen Fachkräfte an mehr als 240 Fortbildungsstunden teil. Im Mittelpunkt standen die Entwicklung und Umsetzung von Schutzkonzepten, die Reflexion des eigenen pädagogischen Handelns und der professionellen Haltung sowie der angemessene Umgang mit Grenzsituationen.
Ergänzt wurde die Qualifizierung durch Evaluationen, fachliche Reflexion und individuelle Entwicklungsprozesse in den einzelnen Einrichtungen. So konnten die Teams die Inhalte unmittelbar auf ihren pädagogischen Alltag übertragen.
Fachtag mit Prof. Dr. Jörg Maywald
Ein besonderer Höhepunkt und zugleich Abschluss der Fortbildungsreihe war der gemeinsame Fachtag. Prof. Dr. Jörg Maywald widmete sich in seinem Fachvortrag dem Thema „Kita, Kindertagespflege und Horte als sichere Orte für Kinder: Fehlverhalten und Gewalt durch pädagogische Fachkräfte verhindern.“
Dabei ging es unter anderem um die Bedeutung verbindlicher Schutzkonzepte, eine reflektierte pädagogische Haltung und die Verantwortung von Fachkräften, mögliche Risiken frühzeitig wahrzunehmen und angemessen zu handeln.
Der Fachtag bot den Mitarbeitenden zudem Gelegenheit zum gemeinsamen Austausch und zur Reflexion der eigenen Erfahrungen. Damit wurde noch einmal deutlich, dass Kinderschutz nicht allein durch schriftliche Konzepte gewährleistet wird, sondern im täglichen pädagogischen Handeln gelebt werden muss.
Wertvolle Impulse für die tägliche Arbeit
Auch aus Sicht der Einrichtungen wurde die Fortbildungsreihe positiv bewertet. Silvia Hasse vom Hort „Am Mündesee“ hebt insbesondere die Unterstützung durch den Träger hervor:
„Wir sind dankbar, dass der Träger hier in uns als Teams und das Wohl der Kinder investiert hat und diese umfangreichen Fortbildungsreihen möglich gemacht hat. Wir hatten über einen angemessen langen Zeitraum eine wertvolle, fachliche und individuelle Begleitung bei der Erarbeitung unseres Gewaltschutzkonzeptes.“
Den Abschluss mit Prof. Dr. Jörg Maywald empfand sie als besonderen Höhepunkt: „Zum Abschluss unserer Fortbildungsreihe Prof. Dr. Jörg Maywald als eine der ‚Größen‘ in Sachen Kinderschutz als Dozenten zu erleben und persönlich sprechen zu können, war nochmal ein ganz besonderer Abschluss.“
Mit der Fortbildungsreihe und dem Fachtag setzt die Stadt Angermünde ein klares Zeichen für Kinderschutz, fachliche Weiterentwicklung und Qualität in ihren kommunalen Kitas und Horten. Die erarbeiteten Schutzkonzepte und die gewonnenen fachlichen Impulse bilden eine wichtige Grundlage für die weitere pädagogische Arbeit und dafür, Kindern sichere Orte zu bieten, an denen sie sich gut entwickeln und wohlfühlen können.

