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„Ge(h)-Denken“ am 8. November erinnert an die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung

Bürgerbündnis und Stadt Angermünde laden zum gemeinsamen Gedenken an die Pogromnacht ein

„Ge(h)-Denken“ am 8. November erinnert an die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung

Angermünde, den 30.10.2026

Zum 88. Jahrestag der Novemberpogrome von 1938 laden die Stadt Angermünde und das Bürgerbündnis für eine gewaltfreie, tolerante und weltoffene Stadt Angermünde am Sonntag, dem 8. November 2026, zum gemeinsamen Gedenken ein. Unter dem Titel „Ge(h)-Denken“ führt ein gemeinsamer Weg zu historischen Orten jüdischen Lebens in Angermünde und zu den Stolpersteinen, die an die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung erinnern. Diese besondere Form des Erinnerns und Gedenkens hat in Angermünde bereits Tradition: Seit 2013 findet das „Ge(h)-Denken“ statt.

Beginn der Veranstaltung ist um 14 Uhr auf dem Jüdischen Friedhof in Angermünde (hinter den Wohnhäusern Puschkinallee 3 und 4). Von dort aus führt der Gedenkweg zur ehemaligen Angermünder Synagoge und durch die ehemalige Judengasse, die heutige Loesenergasse, zum Marktplatz.

Ein weiterer Schwerpunkt des Gedenkens sind die sechs Stolpersteine in der Jägerstraße, die an die Familie Gerson erinnern, sowie die fünf Stolpersteine in der Schwedter Straße, die der Familie Freundlich gewidmet sind. An beiden Stationen werden die Stolpersteine gemeinsam gereinigt. Die dafür benötigten Materialien sind vorhanden.

Musikalische Beiträge und Texte begleiten den Gedenkweg und geben Raum für Erinnerung und Besinnung. Die Veranstaltung lädt dazu ein, sich mit der Geschichte jüdischen Lebens in Angermünde auseinanderzusetzen, an die Menschen zu erinnern, die verfolgt und ermordet wurden, und ein Zeichen gegen Antisemitismus, Ausgrenzung und Vergessen zu setzen.

Termin bewusst auf einen Sonntag gelegt

Das diesjährige „Ge(h)-Denken“ findet bewusst bereits am Sonntag, dem 8. November und nicht wie sonst am 9. November statt. Damit möchten die Veranstalterinnen und Veranstalter möglichst vielen Menschen die Teilnahme ermöglichen.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich dem Gedenkweg anzuschließen. Eine Teilnahme ist selbstverständlich auch ohne aktive Beteiligung an der Reinigung der Stolpersteine möglich.

Gemeinsam erinnern heißt Verantwortung übernehmen.

Die Stadt Angermünde und das Bürgerbündnis freuen sich über eine rege Beteiligung und laden dazu ein, die Einladung im persönlichen Umfeld und über soziale Netzwerke weiterzugeben.