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Starkregen: Angermünder Feuerwehr im Großeinsatz

Starkregen: Angermünder Feuerwehr im Großeinsatz

Überschwemmungen und Erdrutsche sorgen für zahlreiche Einsätze

Angermünde, 01.07.2021

Über 60 Einsätze zählte die Angermünder Feuerwehr am Vormittag des 1. Juli und damit dem zweiten Tag des Starkregens. Einen Tag zuvor begannen das Telefon und die Funkgeräte ab 16 Uhr zu Einsätzen zu rufen. Bis 1.15 Uhr waren die Kameraden unterwegs und schon um 4.45 Uhr ging es mit dem ersten Einsatz in Greiffenberg am nächsten Tag weiter. Hier trat die Sernitz über die Ufer und drohte in ein anliegendes Wohnhaus zu laufen. Das Wasser musste abgepumpt werden, denn wenn Elektroanlagen, Öltanks oder Heizgeräte unter Wasser stehen, muss gehandelt werden. Doch nicht jeder gemeldete Fall barg Gefahren.

Anders als im Regelbetrieb, besetzte die Angermünder Feuerwehr kurzerhand eine Regionalleitstelle im Angermünder Feuerwehrgebäude, von der aus alle Einsätze der Löschgruppen koordiniert werden. Alle Notrufe, die bei der Regionalleitstelle Nordost in Eberwalde ankommen und die Freiwillige Feuerwehr Angermünde betreffen, werden dadurch direkt per Fax nach Angermünde gesendet. Dort werden sie von vier Einsatzkräften koordiniert. „Dabei gehen wir bei der Organisation der Einsatzmittel streng nach Priorität vor“, informiert René Pöschl, stellvertretender Stadtbrandmeister. Denn nicht jeder überschwemmte Keller ist ein Fall für die Freiwillige Feuerwehr oder muss unverzüglich leergepumpt werden.

Auch Bürgermeister Frederik Bewer besuchte die Angermünder Leitstelle und informierte sich über den Stand der Dinge. „Die Einsatzkoordination in der Regionalleitstelle läuft reibungslos und unsere Kameraden waren innerhalb kürzester Zeit organisiert. Wir sind dankbar und stolz, hier so ein gutes und eingespieltes Team zu haben. Auf unsere ehrenamtlichen Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen in der Kernstadt und den einzelnen Ortsteilen ist Verlass. Das ist für mich etwas Besonders und sehr Wertvolles.“ 

Die Einsatzleiter berichten von Wasserschäden im größeren Umfang im gesamten Stadtgebiet, für die 65 Kameraden im Einsatz sind. So war unter anderem die Bahnhofsunterführung in der Angermünder Kernstadt aufgrund der überlasteten Kanalisation vollgelaufen und für den Verkehr zeitweise gesperrt. Auch die Puschkinallee war zweitweise stark überflutet. In den Ortsteilen berichtet die Feuerwehr von mehreren größeren Einsatzbereichen. In Schmargendorf waren Grundstücke so stark überflutet, dass auch das Tierwohl in Gefahr geraten ist. Zwischen Kerkow und Welsow kam es zu einem Böschungsrutsch, der Teile der Straße verschüttet hat. Und auch in Neukünkendorf waren die Wassermassen kaum zu beherrschen und mussten mit Hilfe der Feuerwehr in den Haussee gepumpt werden. In Bruchhagen waren große Teile der Dorfstraße stark überflutet und machten sie unpassierbar.

Der Angermünder Bauhof ist ebenfalls mit zwei Teams im Einsatz und nimmt die Schäden in der Kernstadt und in den Ortsteilen auf. Auch Absperrungen wurden errichtet, wo es notwendig war. Doch das ganz Ausmaß wird sich erst zeigen, wenn das Unwetter vorüber und die Wassermassen abgeflossen sind. Bis dahin bittet die Angermünder Feuerwehr nur Fälle zu melden, bei denen eine Gefahrenabwehr zwingend notwendig ist. Es wird auch darüber informiert, dass Haus- und Grundstücksbesitzer den Einsatz der Feuerwehr selbst tragen müssen.

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