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Stadtverwaltung nimmt Abschied von langjährigem Museumsmitarbeiter

Stadtverwaltung und Museum Angermünde nehmen Abschied von langjährigem Mitarbeiter

Dr. Lutz Libert prägte die Arbeit des Museums viele Jahre und geht nun in den Ruhestand   

 

Die Stadt Angermünde verabschiedete sich am 4. Juni von einem ganz besonderen Mitarbeiter: Dr. Lutz Libert wirkte über zwölf Jahre im Angermünder Museum und geht nun in den Ruhestand. Der 1949 in Pritzwalk geborene Museologie und Ethnograph hätte schon vor vielen Jahren diesen Schritt gehen können, entschied sich aber, die Stadt und das Museum weiterhin zu unterstützen. Bürgermeister Frederik Bewer und Museumsleiter Ralf Gebuhr beschreiben ihn als „wandelndes Lexikon“ im Bestand und der Geschichte des Museums, der seine Arbeit nicht als Job, sondern als Berufung betrachtete. Frederik Bewer schätzte ihn als „stets zuverlässigen, engagierten und beherzten Mitarbeiter mit exzellentem Fachwissen und akribischer Recherche“.

Vor allem für Ralf Gebuhr, der 2018 Museumsleiter in Angermünde wurde, war Dr. Libert ein große Unterstützung: „Für mich war er und sein großes Wissen über das Museum eine hochwillkommene Hilfe bei der Einarbeitung in den Bestand des Hauses und auch bei der Vorbereitung des Starts des neuen Museums im „Haus Uckermark“ am Marktplatz der Stadt.“ so Ralf Gebuhr. „Ich wusste, dass die Angermünder Bestände toll sind; dass sie so toll sind, habe ich durch Dr. Libert erfahren.“ schildert er eindrucksvoll.

Ralf Gebuhr geht in seiner Abschiedsrede auch auf das Wirken von Dr. Libert ein: „Vor allem durch seine Edition der „Schmiedeberger Bilderchronik“ des Joachim Otto von der Hagen (1860-1942), seinerzeit Kustos am Uckermärkischen Museum in Prenzlau, im Jahre 2019 hat Dr. Libert noch einmal eine deutliche „Duftmarke“ gesetzt. Dieses wichtige Objekt des Museums Angermünde ist zugleich ein interessantes Stück ethnologischer Wissenschaftsgeschichte, das damit für Wissenschaft und Öffentlichkeit besser zugänglich ist.“

Im Namen der gesamten Stadtverwaltung bedankte sich Frederik Bewer für sein großes Engagement und dafür, „dass er sich für die große Sache eingesetzt hat und durch die Mithilfe beim Umzug in die neuen Räume einen wichtigen Beitrag zur zukünftigen Entwicklung des Museums leistete.“ Auch Ralf Gebuhr gibt ihm noch ein kleines Anliegen mit auf den Weg: „Für das neue Museum in Angermünde wünsche ich mir von Herzen, dass Lutz Libert dem Haus weiterhin mit Rat und Tat – wie es in einer uralten Rechtsformel heißt (cum consilium et auxilium) – zur Verfügung steht.“

Kurzbiographie von Dr. Lutz Libert:

  • Dr. Lutz Libert, wurde am 31. Oktober 1949 in Pritzwalk geboren
  • nach dem Abitur in Wittstock/Dosse studierte er in Leipzig Museologie und an der Humboldt-Universität zu Berlin Ethnographie, hier promovierte er mit einer Studie zur Gegenwartsvolkskunde
  • seit Mitte der 1970er-Jahre war Lutz Libert er in verschiedenen Museen der Uckermark und Mecklenburgs tätig und begleitete als Projektleiter den Aufbau des Tabakmuseums in Vierraden
  • im Auftrag des Museumsverbandes Brandenburg Sammlungsbewertungen und Profilierungskonzeptionen für Museen mehrerer Landkreise in Brandenburg und ist zudem auch als Bodendenkmalpfleger tätig
  • zu seiner wissenschaftlichen Arbeit gehören die Projektierung und Umsetzung von Museumsausstellungen, Vorträge sowie zahlreiche regionalgeschichtliche und volkskundliche Veröffentlichungen und Beiträge
  • vom 21.01.2008 bis 31.05.2020 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Angermünder Museum beschäftigt.
  • seit 01.02.2005 könnte er im wohl verdienten Ruhestand leben, entschied sich aber, die Stadt und das Museum weiterhin zu unterstützen
  • Dr. Lutz Libert lebt seit einigen Jahren in Prenzlau

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