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Neue Regelungen für Befahrung des Stadtfriedhofs Angermünde

Neue Regelungen für Befahrung des Stadtfriedhofs Angermünde

Tor in der Schwedter Straße beschränkt nutzbar für Privatverkehr

Angermünde, 27.10.2021

Mit der Instandsetzung des Zufahrtstores zum Stadtfriedhof Angermünde in der Schwedter Straße sowie der Erneuerung der Friedhofssatzung setzt die Stadtverwaltung neue Regeln zur privaten Befahrung des Friedhofs um. Ab dem 01.11.2021 können nutzungsberechtigte Personen mit Schwerbeschädigtenausweis und Gewerbetreibende, die im Besitz einer Befahrungsgenehmigung und dem daraus resultierenden Schlüssel sind, den städtischen Friedhof über die Schwedter Straße befahren. Diese Genehmigung ist bei der Friedhofsverwaltung zu beantragen.

Durch eine nicht abschließbare Toranlage wurde der Friedhof in der Vergangenheit auch von privaten Besuchern befahren, obwohl dies laut alter Friedhofssatzung nur den Gewerbetreibenden vorenthalten war. Bis jetzt wurde dies auch durch die Stadtverwaltung geduldet, da das Tor keine andere Durchsetzung ermöglichte und die Stadt eine nutzerorientierte und nachvollziehbare Regelung für die private Befahrung finden wollte. Zukünftig wird auch Menschen mit einer amtlich bescheinigten Schwerbeschädigung die Befahrung ermöglicht und damit die Barrierefreiheit für den Stadtfriedhof erhöht. Gewährleistet wird dies durch ein Tor, dass stets verriegelt werden muss, damit der Schlüssel aus dem Schließzylinder entfernt werden kann.

Für einige Angermünderinnen und Angermünder ist diese neue Regelung eine Einschränkung, da für sie die unkontrollierte Befahrung als „Normalzustand“ galt. Für die Friedhofsverwaltung gibt es jedoch viele Gründe, warum der Stadtfriedhof Regeln für die private Befahrung benötigt: „Friedhöfe definieren sich nach dem Brandenburgischen Bestattungsgesetz als Einrichtungen, die den Verstorbenen als würdige Ruhestätte und der Pflege ihres Andenkens gewidmet sind. In vielen Kommunen ist eine generelle Befahrung von Friedhöfen durch Privatpersonen untersagt, da die Würdigung der Totenruhe vor allen anderen Belangen der Lebenden steht. Ausnahme wird dem städtischen Personal und den Gewerbetreibenden eingeräumt, da diese Personengruppen auf Fahrzeuge zur Ausübung ihrer Arbeiten angewiesen sind“, informiert Friedhofsverwalter Michael Deinert.

Ein weiterer Grund für die Vermeidung von unkontrollierten Befahrungen ist der geltende Denkmal- und Naturschutz. Der gesamte Linden-Alleebestand auf dem Friedhof Angermünde ist prägend für die gärtnerische Gestaltung, stellt einen alten, wertvollen Lebensraum für Insekten und Vögel dar und steht unter Denkmalschutz. Da die Wege von der Beschaffenheit und Breite nicht für eine Befahrung ausgelegt sind, kommt es immer wieder zu Schäden am Baumbestand. Darüber hinaus fühlen sich andere Gäste durch eine sich häufende Befahrung gestört und melden regelmäßig Beschwerden bei der Friedhofsverwaltung.

„Unser Ziel ist es, die geltenden gesetzlichen Regelungen eines Friedhofes, den Denkmal- und Naturschutz, die Bedürfnisse der Nutzer des Friedhofes, welche die Wege zu Fuß nutzen und die Bedürfnisse der Nutzer mit starken Einschränkungen zu berücksichtigen und auf einer für alle möglichst verträglichen Art und Weise nachzukommen“, so Michael Deinert. „Gerade die älteren Besucher haben wir natürlich im Blick. Um Hilfe bei der Pflege zu schaffen, wurden in den letzten Jahren Pfandstationen für Gießkannen und Transportkarren errichtet. Darüber hinaus planen wir die Errichtung weiterer Parkbänke. Auch die Installation einer Rollstuhlpfandstation wird von einigen Kommunen umgesetzt und kann auch für Angermünde eine Lösung sein, die wir prüfen“, informiert der Friedhofsverwalter Deinert.

Sollten weitere Fragen zur Befahrung und zur Nutzung des Tores bestehen, können Sie sich gern beim Friedhofsverwalter Herrn Michael Deinert unter der Telefonnummer 03331-260075 oder per E-Mail an m.deinert@angermuende.de wenden. Hier können auch Termine für die Beantragung einer Befahrungsgenehmigung mit Vorlage eines Schwerbeschädigtenausweises vereinbart werden.

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