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Neue Friedhofssatzung für Angermünde tritt in Kraft

Neue Friedhofssatzung tritt in Kraft

Auch Friedhofsgebührensatzung wird erneuert

Nach gut 20 Jahren hat die Stadt Angermünde eine neue Friedhofssatzung erhalten. Diese ist zum 01.01.2021 in Kraft getreten. Auch die Friedhofsgebührensatzung soll noch in diesem Jahr beschlossen werden. Damit stellt die Stadt die Weichen für eine zeitgemäße und bürgerfreundlichere Bestattungskultur. So werden unter anderem neue Bestattungsarten ermöglicht und die Regelungen für die Friedhöfe in der Kernstadt und in den Ortsteilen vereinheitlicht.

Bereits am 24.04.2020 wurde die neue Friedhofssatzung von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen. Vorab wurden alle Ortsteile, Ausschüsse und die Stadtverordnetenversammlung über die beabsichtigte Neufassung informiert. Es wurde in allen Gremien beraten, Wünsche und Empfehlungen wurden eingearbeitet. Hinzu kamen Abstimmungen mit den regionalen Bestattern und Steinmetzbetrieben.

Mit der neuen Satzung verfolgt die Stadt mehrere Ziele:

Zum einen konnte nun eine vereinheitlichte und für alle kommunalen Friedhöfe geltende Satzung realisiert werden. Zuvor galten für die acht Friedhöfe der Stadt Angermünde unterschiedliche Satzungen mit den dazugehörigen Gebührensatzungen, die noch aus der Zeit vor der Eingliederung der Ortsteile in die Stadt Angermünde stammen. Dies führte in der Praxis zu Problemen für die Verwaltung, aber auch für die Bestatter und Steinmetze. So gab es beispielsweise verschiedene Regelungen zu Ruhezeiten und Grabgrößen. Auch bereits existierende Bestattungsarten waren in den bestehenden Satzungen teilweise nicht enthalten.

Zum anderen möchte die Stadt Angermünde der großen Nachfrage nach neuen Bestattungsformen, wie Baumbestattungen, Urnenröhren oder Urnenwänden nachkommen. Es gilt, auf den städtischen Friedhöfen eine vielfältige und breite Bestattungskultur zu etablieren, die auch eine Abwanderung in Nachbargemeinden wie Eberswalde verhindern soll. „Wir haben diesbezüglich viel in Planung und nun endlich auch die entsprechende Satzung als Grundlage dafür“, informiert Friedhofsverwalter Michael Deinert.

Doch noch können nicht alle Grabarten, die in der neuen Satzung enthalten sind, angeboten werden. „Dazu müssen Umstrukturierungen und bauliche Vorkehrungen auf den Friedhöfen getroffen werden. So entsteht beispielsweise gerade ein erstes Kolumbarium, also eine Urnenwand, in dem frisch restaurierten Moschel-Mausoleum auf dem Stadtfriedhof. Auch einige der historischen Mauergräber sollen wieder für Bestattungen zur Verfügung gestellt werden“ so Michael Deinert. Ideen gibt es von Seiten der Friedhofsverwaltung viele. Abhängig ist das zukünftige Angebot an Bestattungsmöglichkeiten aber auch von der tatsächlichen Nachfrage.

Letztendlich konnten mit der neuen Friedhofssatzung auch die Vorgaben des Brandenburgischen Bestattungsgesetztes vom 15. Oktober 2018 umgesetzt werden.

Die Gebühren für die verschiedenen Grabarten und Dienstleistungen werden in der Friedhofsgebührensatzung festgelegt. Diese wird momentan noch von der Stadtverwaltung erarbeitet. Sie soll in diesem Jahr beschlossen werden und in Kraft treten. Bis dahin gilt die alte Satzung. Die aktuellen Satzungen der Friedhofsverwaltung der Stadt Angermünde finden Sie unter: https://www.angermuende.de/buergerservice/ortsrecht-angermuende/

Das restaurierte Moschel-Mausoleum auf dem Stadtfriedhof Angermünde soll zukünftig wieder für Bestattungen genutzt werden.

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