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Neue App für Angermünde am Start – Hartgesteinskulpturen entdecken

Neue App für Angermünde am Start

Kunststadtführung per App für Angermünde

Mit der Kunststadtführung „Angermünde I – Glaziale Brandenburg“ erstellte die Schriftstellerin Kena Hüsers in Kooperation mit dem Künstler und Organisator des letzten Hartgesteinsymposium Jörg Steinert, der Stadt Angermünde und dem Fotografen Ronald Munzeck eine Stadtführung der besonderen Art. Kunstliebhaber*innen aus der Region und Gäste der Stadt haben die Möglichkeit, die Skulpturen der gesamten Hartgesteinsymposien für sich zu entdecken. Viele Informationen rund um die Steine, die sich auf die Stadt verteilen, sind im Laufe der letzten drei Jahrzehnte verloren gegangen. „Mich fasziniert die Findlingskunst seit Jahren und ich wollte so viel wie möglich darüber erfahren“, so Kena Hüsers über ihre Leidenschaft, die 2016 begann.

Mitten in der Pandemie startete Jörg Steinert in Kooperation mit der Stadt Angermünde im Herbst 2020 das 9. Hartgesteinsymposium und weckte damit nicht nur Hüsers Begeisterung, sondern in ihr auch die Idee, eine digitale Stadtführung zusammenzustellen, die jederzeit kostenfrei abrufbar ist. „Ich sprach das Thema bei Jörg Steinert und Christin Neujahr an“, erzählt Hüsers und gewann mit ihrer Idee gleich die PR-Sprecherin der Stadt und den Künstler und Organisator, die ihr auch gleich das erste Material zur Verfügung stellten. Ronald Munzeck, der auch die Webseite glaziale-brandenburg.de betreut, trug sein Fotomaterial bei, Andrea Frick, Leiterin des Sachbereichs Kultur mitsamt Auszubildende Thalia Döbler, durchforsteten die Archive und die Künstler und Künstlerinnen der Symposien standen Kena Hüsers für Fragen zur Verfügung. Noch während des Symposiums 2020 sprach die Schriftstellerin mit dem ehemaligen Initiator Joachim Karbe und den Kunstschaffenden, die bei Wurst und Bier in Hüsers Garten ihre Anekdote aus den letzten dreißig Jahren Findlingskunst erzählten. Das Kramen in alten MOZ-Artikeln vervollständigte die Informationen, die Hüsers für ihr Vorhaben brauchte.

„Für mich, die ich mein Berufsleben als Grafikerin, Werbetexterin und freischaffende Künstlerin begann, später zur Heilpraktikerin umschulte und dann noch Journalismus studierte, was mich schlussendlich zur Schriftstellerei brachte, war diese App ein absoluter Glücksgriff, weil ich meine gesamten Fähigkeiten unter einen Hut bringen konnte. Hier gestaltete sich die Verbindung zwischen der bildenden Kunst, der gut gewählten Worte und der Naturheilkunde. Denn Kunst kann Heilung für die Seele sein und Kunst hat oftmals etwas Mystisches, wie unser Leben auch, an sich.“ Die Uckermärkische Natur in Kombination mit den Skulpturen heimischer aber auch fremder Kunstschaffende, ist für sie die perfekte Symbiose. Allen Beteiligten ist es wichtig, dass die Stadt Angermünde als Kunststadt gesehen wird, weil sie mit den bearbeiteten Findlingen etwas ganz Besonderes ist. „Ein Alleinstellungsmerkmal, was es europaweit kein zweites Mal gibt“, so Jörg Steinert.

„Die App ist kinderleicht zu bedienen und auch als Familienausflug hervorragend geeignet“, erklärt die PR-Sprecherin Christin Neujahr. Über die Internetseite der Stadt und der Seite www.glaziale-brandenburg.de gelangt man direkt zur App, die man aufs Handy lädt. Wer sich den Walk erst einmal zu Hause anschauen möchte, kann dies direkt auf der Seite www.digiwalk.de machen. Unter dem Stichwort „Angermünde“ erscheint die Kunststadtführung auf dem heimischen Bildschirm.

Kena Hüsers rät bei der Tour Kopfhörer zu verwenden, da die Nebengeräusche der Straßen das Zuhören erschweren können. „Die eingelesenen Texte sind komprimiert, wer mehr erfahren möchte, muss lesen“, erklärt Hüsers schmunzelnd.

Mehr zum Hartgesteinsymposium und der Link zu Digiwalk-App unter: www.glaziale-brandenburg.de

Foto (Ronald Mundzeck): Im gesamten Stadtgebiet findet man Findlingsskulpturen, die von den bereits durchgeführten Hartgesteinsymposien zeugen und ihre ganz eigene „Geschichte“ erzählen.