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Franziskaner Klosterkirche

„Geschichte ohne Ende“ – auch mehr als 700 Jahre nach der Erbauung hat die Franziskaner Klosterkirche ihren Reiz nicht verloren. Der Charme der historischen Kirchenmauern, in dem sich die reiche Geschichte der Stadt widerspiegelt, begleitet die Besucher auf ihrer Entdeckungsreise durch die Jahrhunderte.

Als einzig erhaltener Bau der ehemaligen Klosteranlage der Franziskanermönche gehört die Klosterkirche zu den ältesten und bedeutendsten  Baudenkmälern im Land Brandenburg. Die fast 30 Meter hohe zweischiffige Hallenkirche gewährt beeindruckende Einblicke in die Architektur früherer Epochen. Nicht nur für Historiker und Fachleute beachtenswert sind die aus der Gründerzeit der Klosterkirche stammenden Wandmalereien, die reichhaltig verzierten Gewölbe in der Sakristei und der nur noch selten zu sehende Backsteinlettner.

Heute ist die Angermünder Klosterkirche als Bauwerk und Kulturstätte weit über die Grenzen der Uckermark hinaus bekannt. Zu traditionellen Veranstaltungen gehören die abend(teuerlichen) Ketzerführungen, das Mittsommertheater, die Uckermärkischen Blasmusiktage und die Wirtschafts- und Kulturtage.

Haben auch Sie Interesse, das kulturelle Angebot in der Klosterkirche oder auf dem Klosterplatz mit Ihren Ideen und Veranstaltungen zu bereichern? Hinweise und Erläuterungen finden Sie unter dem Link Nutzung. Oder wenden Sie sich direkt an die Stadtverwaltung Angermünde.

 

Sachbereich Kultur

Frau Andrea Frick
Tel:   03331-260093
a.frick@angermuende.de

Franziskanerkloster Angermünde

Besuchen Sie die Franziskaner Klosterkirche von Mai bis September:

Montag bis Freitag von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertage von 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr

 

Geschichte der Klosterkirche

Die Franziskaner Klosterkirche ist der einzig erhaltene Teil der ehemaligen Klosteranlage der Franziskaner. Wann genau sich die Bettelmönche in Angermünde niederließen, kann nur angenommen werden. Offiziell erwähnt wird die Klosterkirche erstmals 1292. Dabei handelte es sich um eine einfache Feldsteinsaalkirche (40 Meter lang, 11 Meter breit, 9 Meter hoch). In den Folgejahren wurde die Kirche in Backstein erweitert und besteht in ihrer heutigen Form (56 Meter lang und fast 30 Meter hoch) seit dem 15. Jahrhundert. Die Klosteranlage bestand zudem aus weiteren Gebäuden, Gärten und einer Brauerei, in der das sogenannte „Ketterbier“ gebraut wurde, dass den Mönchen wichtige Einnahmen sicherte.

Im 14. Jahrhundert geriet Angermünde als Ketzer-Stadt in Verruf. In einem der umfangreichsten Inquisitionsprozesse in Deutschland wurde 1336 fast jeder 3. Einwohner der Stadt und der angrenzenden Dörfer als „Ketzer“ verdächtigt und vorgeladen. 14 Männer und Frauen erlitten auf dem Marktplatz öffentlich den Feuertod.

In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ging die Klosteranlage in den Besitz der Stadt Angermünde über. Die Klosterkirche wurde für protestantische Gottesdienste, die Nebengebäude als Wohnung genutzt. In den folgenden Jahrhunderten verfiel das Kloster zunehmend, so dass die Klostergebäude bis auf die Klosterkirche im 18. Jahrhundert abgerissen wurde. Die Klosterkirche diente danach unter anderem als Unterkunft für Kriegsgefangene, als Exerzierhalle, als Feuerwehrdepot sowie als Wagen- und Lagerhalle.

1933 wurde die Klosterkirche erstmals unter dem Gesichtspunkt der stilgerechten Erneuerung rekonstruiert. Nach notdürftigen Maßnahmen zum Erhalt, erfolgte von 1991 bis 1999 eine umfangreiche Sanierung.

Seit der Wiedereröffnung am 3. Juli 1999 wird die Klosterkirche als Kulturzentrum der Stadt Angermünde genutzt. Mit dem angrenzenden Klosterplatz steht seit 2006 zusätzlich ein Veranstaltungsareal im Freien zur Verfügung, das  nicht nur als Treffpunkt für Touristen, sondern auch für Freiluftveranstaltungen aller Art genutzt wird. Die Stadt Angermünde fühlt sich dabei in besonderer Weise dem Erhalt des historischen Gebäudes verpflichtet, dem durch die Würde des Ortes angemessene Veranstaltungen Rechnung getragen wird.

Klosterkirche und Klosterplatz sind jährlich von Ende April bis Anfang Oktober imposante Kulissen für den Angermünder Klostersommer.

Ihr Ort für Veranstaltungen

Die Etablierung der Klosterkirche als Kulturzentrum geht einher mit dem Anliegen der Stadt Angermünde, dieses außergewöhnliche Bauwerk zu erhalten und zu entwickeln. Entsprechend diesem Grundsatz sind nur solche Nutzungen zugelassen, die in ihrer Art der historischen Bedeutung, der würdevollen Geschichte des Ortes als Teil der ehemaligen Klosteranlage der Franziskanermönche und dem Schutz des Gebäudes als Denkmal angemessen erscheinen.

Die Klosterkirche, die eine außergewöhnliche Atmosphäre und Akustik bietet, kann in der Saison von Mai bis September im Rahmen freier Kapazitäten Nutzern, vorrangig von kulturellen Veranstaltungen, zur Verfügung gestellt werden. Daneben steht die Klosteranlage auch für die Nutzung als Veranstaltungsort für gemeinnützige, gewerbliche und private Veranstaltungen zur Verfügung. Für die Durchführung von standesamtlichen Trauungen stehen der Chorraum sowie die Sakristei zur Verfügung. Ausführliche Informationen dazu sind in der Benutzungsordnung für die Klosteranlage geregelt. Für die Nutzung der Klosterkirche ist ein Entgelt gemäß der aktuellen Entgeltordnung zu zahlen.

Eine Nutzung der Klosterkirche und des Klosterplatzes ist mindestens sechs Wochen vor der geplanten Veranstaltung schriftlich gemäß dem Nutzungsantrag anzuzeigen. Danach wird zwischen dem Nutzer und der Stadt Angermünde eine Nutzungsvereinbarung abgeschlossen, in der die Art und der Zeitraum der Nutzung sowie die Höhe des Entgeltes geregelt werden.

Platzkapazität:

Zweischiffige Hallenkirche mit einer Fläche von insgesamt 727 Quadratmeter Nutzfläche. Der Klosterplatz bietet eine mehr als 1500 Quadratmeter große Rasenfläche.

 

Ausstattung:

  • Feste Bühne im Langhaus mit ca. 24 m² Fläche
  • 200 Stühle
  • Anschlüsse für Normal- und Starkstrom, Wasser (Wasseranschluss auf dem Klosterplatz)
  • Außergewöhnliche Akustik
  • Nebengebäude mit Künstlergarderoben sowie Sanitäreinrichtungen

Die Klosterkirche und der Klosterplatz sind keine komplett ausgestatteten Veranstaltungsorte.  Veranstaltungstechnik (Licht- und Tonanlage, Beamer usw.) sowie personelle Betreuung sind von den Veranstaltern eigenständig zu organisieren.

Wir unterstützen Sie gern bei der Organisation!

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