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Hospizträger für die Uckermark gefunden

Freude aber auch Enttäuschung bei der Initiative Hospiz Uckermark

Seit 2016 entwickelt sich um den Palliativmediziner Dr. Moritz Peill-Meininghaus ein Netzwerk aus Menschen, die sich das Ziel gesetzt haben, das erste stationäre Hospiz in der Uckermark zu gründen. Als Standort wurde von den Initiatoren das Gelände des Gemeinde- und Pfarrhauses im Angermünder Ortsteil Greiffenberg, Kirchstraße 7, vorgesehen. Viele Gespräche wurden geführt, um einen Träger dafür zu gewinnen. Dieser wurde mit dem Evangelischen Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin gefunden, doch der erhoffte Standort erfüllt nicht die Kriterien, die es für eine solche Einrichtung benötigt.

„Als Initiator dieses Projektes kann ich von einem lachenden und einem weinenden Auge berichten.“ so Dr. Moritz Peill-Meininghaus, der hauptberuflich Palliativmediziner im Helios Klinikum Berlin Buch ist. „Das lachende erfreut sich an der Tatsache, das erste stationäre Hospiz in der Uckermark initiiert zu haben. Mit Hilfe aller Mitwirkenden sowie Studierenden aus Hannover, ist es uns gelungen, die Menschen in der Uckermark für das Thema Hospiz und Sterben zu sensibilisieren. Nach einer langen und intensiven Suche konnten wir den bestmöglichen Träger für ein weiteres Hospiz in Brandenburg gewinnen und für die Uckermark begeistern und binden. Der Standort Greiffenberg wurde letztendlich von dem Träger jedoch nicht ausgewählt.“

Doch das Gelände in Greiffenberg wird von der Initiative und Dr. Moritz Peill-Meininghaus nicht aufgegeben: „Der Pfarrhof in Greiffenberg liegt mir sehr am Herzen. Ich werde weiter versuchen diesen Ort mit nachhaltigen, pflegerischen und medizinischen Projekten zu beleben und hoffe auf weitere Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger aus Greiffenberg und Angermünde.“ In Kürze möchte er der Kirchengemeinde vorstellen, welche Einrichtung in Greiffenberg statt des Hospizes errichten werden könnte. „Bis dahin drücken wir dem neuen Träger sowie der auserwählten Region die Daumen für das erste stationäre Hospiz in der Uckermark.“ so Dr. Moritz Peill-Meininghaus.

Auch die Stadt Angermünde gehörte und gehört zu den Unterstützern der Initiative. Erst im Februar 2019 stellten Studierende der Leibniz Universität Hannover ihre Entwürfe für ein Hospiz Uckermark im Angermünder Rathaus aus. Die Ansiedlung des Hospizes Greiffenberg wäre ein wichtiger Schritt für die Weiterentwicklung der Stadt. Besonders Bürgermeister Frederik Bewer begleitete den Initiator in den letzten Monaten: „Zunächst möchte ich allen und voran Dr. Moritz Peil-Meininghaus meinen Dank und meinen Respekt für all die Energie und Arbeit, welche in das Hospizprojekt Greiffenberg geflossen sind, ausdrücken. Die Freude, dass die Uckermark nunmehr ein Hospiz erhalten kann, wird am Ende auch bei mir überwiegen. Es ist jedoch außerordentlich zu bedauern, dass nach diesem langen Prozess nun die Entscheidung nicht für unser Greiffenberg gefallen ist.“ Nichtsdestotrotz möchte die Stadt Angermünde neue Ideen des Palliativmediziners fördern und den Kontakt aufrechterhalten.

Eine Pressmitteilung über den genauen Standort, sowie dem weiteren Verlauf des Hospizes in der Uckermark wird demnächst vom Träger veröffentlicht.

 

Hintergrund der Initiative Hospiz Uckermark in Greiffenberg:

Ziel der Initiative ist es, einen pflegerisch, therapeutisch und ärztlich begleiteten Lebens- und Sterbeort für junge und alte schwerkranke Menschen zu schaffen. Unheilbar Kranken unnötiges Leid ersparen und ihnen ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen, das ist das Anliegen der Initiative.

Die Initiative konnte über die letzten drei Jahre ein Netzwerk aus dem Uckermärkischen Hospizverein e.V., der LAG Hospiz Brandenburg e. V., den umliegenden Kliniken und Chefärzten, dem Tumorzentrum in Schwedt/Oder und anderen relevanten Institutionen aufbauen. Die maximale Unterstützung sagten darüber hinaus sowohl der Gemeindekirchenrat, der Superintendent, das Gesundheitsministerium (MASGF Brandenburg) und der Spitzenverband der Krankenkassen zu.

Der bestmögliche Ort für das Hospiz sah die Initiative in dem vakanten Grundstück des Gemeinde- und Pfarrhaus in dem altehrwürdigen Samaritergarten in Angermünde, Ortsteil Greiffenberg, in der Kirchstraße 7. Von diesem weitläufigen und seit vielen Jahrhunderten genutzten Garten geht laut Dr. Peill-Meininghaus genau die Kraft aus, die es benötigt, um sich zu verabschieden, oder um Menschen dabei zu begleiten.

Architekturstudenten der Universität Hannover nahmen sich in Form von Studienarbeiten dem Projekt an und stellten im Februar diesen Jahres zwölf Entwürfe für ein mögliches Hospiz in Greiffenberg der Öffentlichkeit im Angermünder Ratssaal vor. Damit stießen sie und die gesamte Initiative auf großes Interesse in der Bevölkerung und gaben wichtige Impulse für die weitere Entwicklung des Projektes.

Kontakt zur Initiative Hospiz Uckermark: info@hospiz-uckermark.de, Dr. Moritz Peill-Meininghaus

Studierende der Leibniz Universität Hannover präsentieren ihre Entwürfe für ein mögliches Hospiz in Greiffenberg (Februar 2019).
Nach der öffentlichen Präsentation wurden die Entwürfe mehrere Wochen im Rathaus Angermünde ausgestellt.

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