Maerker - Melden Sie hier Straßenschäden und defekte Straßenbeleuchtungen

Grünamt Angermünde startklar für 2020

Mit neuen Mitarbeitern und neuem Fahrzeug einsatzbereit für die Grünpflege in der Stadt

Anett Lauzening, Angermünder Leiterin für den Bereich Parkanlagen, öffentliche Grünflächen und Friedhöfe kurz Grünamt, startet optimistisch ins noch frische Jahr – seit dem 1. Februar ist ihr Gärtner-Team durch zwei Neueinstellungen komplett. Auch ein neues Kommunalfahrzeug löst das stark in die Jahre gekommene und unzuverlässige Multicar ab. Beides sind Grundpfeiler einer gut funktionierenden Grünpflege, die den Mitarbeitenden besonders durch die trockenen Sommer und die dadurch erhöhte Pflege der Jungbäume einiges abverlangt.

Mit Henning Hartwig und Marcel Gumz ist das Team der Grünpfleger der Stadtverwaltung Angermünde wieder auf acht Mitarbeitende gestiegen, von denen Vorarbeiter Maik Rinkau ausgebildeter Gärtnermeister sowie vier Mitarbeitende ausgebildete Gärtner sind. Um auch in der Zukunft für qualifizierten Nachwuchs zu sorgen, bietet die Stadt Angermünde im nächsten Lehrjahr erstmalig eine Ausbildung als Gärtner in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau an. „Die Auswahlverfahren laufen gerade und wir sind optimistisch, den Ausbildungsplatz mit einem engagierten Bewerber oder einer engagierten Bewerberin besetzen zu können“, so Anett Lauzening.

Die Arbeit des Grünamtes stellt einen besonderen Stellenwert für das gesamte Erscheinungsbild und die Lebensqualität der Stadt dar, denn die Mitarbeitenden sind in der Kernstadt als auch in den Ortsteilen unter anderem für gärtnerische Anlagen, Parkanlagen, Straßenbegleitgrün, das zum Teil nicht nur Straßenbäume sondern auch deren bepflanzte Baumscheiben umfasst, für bepflanzte Parkplätze und Kinderspielplätze zuständig. „Und in all diesen Bereichen, zu denen beispielsweise das Seetor, die Pflanzfläche im Kreisverkehr, die Klosterstraße, die Parkplätze in der Gartenstraße oder die Böschung neben dem Gutshaus Dobberzin zählen, hat sich unsere Stadt in den letzten Jahren verändert, ist attraktiver geworden.“ berichtet Anett Lauzening. Doch auch der gärtnerische Aufwand hat sich erhöht.

Neben Sträuchern und Stauden gehört auch die Pflanzung, Pflege und Bewässerung von Jungbäumen zum Aufgabengebiet des Grünamtes. Jährlich werden im gesamten Stadtgebiet einschließlich aller Ortsteile rund 120 Bäume durch die Mitarbeitenden gewässert. In den beiden letzten trockenen Jahren wurde in der Vegetationszeit fast eine gesamte Arbeitskraft für die Bewässerung von Bäumen, Stauden und Sträuchern benötigt. Unerlässlich für diese Arbeit ist zuverlässige Technik. Aus diesem Grund wurde Ende letzten Jahres das Kommunalfahrzeug „Boki“ als Leasingfahrzeug beschafft. Der 25 Jahre alte Multicar war zu reparaturanfällig geworden. Ausgesondert wird er dennoch nicht: Der Bauhof der Stadt baut ihn mit Hilfe eines noch älteren Ersatzteilspenders aus dem Bestand wieder auf, um ihn noch einige Jahre nutzen zu können.

Ein weiteres Aufgabengebiet ist der Bestattungsbetrieb und die Pflege auf dem großen Angermünder Friedhof sowie die Pflege der sieben Ortsteilfriedhöfe. Dort wird auch das erste größere Pflanzprojekt in diesem Jahr umgesetzt: Am Haupteingang des Stadtfriedhofs wird der Pflanzstreifen entlang des Weges vervollständigt. Hier werden Granitsteine als Wegeinfassung gesetzt und anschließend das Band blühender Sträucher und Stauden komplettiert.

Besorgt blickt die Leiterin des Grünamtes Frau Lauzening auf die kommende Vegetationszeit: „Ausbleibende Fröste und fehlende Niederschläge, die langsam tiefe Bodenschichten erreichen, lassen die Vermutung zu, dass auch 2020 eine für Pflanzen stressige Zeit kommen wird. Schädlinge wie Eichenprozessionsspinner, Buxbaumzünsler oder Blattläuse profitieren vom milden Wetter.“ Bis Ende 2019 hielten sich die Verluste an Bäumen und Sträuchern im Vergleich zu anderen Regionen Brandenburgs aufgrund unserer weit verbreiteten guten, speicherfähigen Böden noch in Grenzen. Die Mitarbeitenden des Grünamtes werden weiterhin daran arbeiten, Geschaffenes zu erhalten und die Gestaltung und Pflege des städtischen Grüns weiter zu entwickeln.

Foto:

von links: Andreas Brose, Marcel Gumz, Henning Hartwig, Maik Rinkau, Romy Dittmann, Mirko Burmeister und Anett Lauzening

Fehlende Mitarbeiter: Susanne Ginolas, Tobias Kniebel

X
X