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Gemeinschaftsprojekt WelterbeBus mit neuer Beklebung eingeweiht

Gemeinschaftsprojekt WelterbeBus mit neuer Beklebung eingeweiht

Linienkonzept mit Besucherlenkung überzeugt das Land Brandenburg

Die neue WelterbeBus-Linie entlang des UNESCO Weltnaturerbes Teilgebiet Buchenwald Grumsin wird für zwei Jahre aus der Richtlinie „Förderung von innovativen Mobilitätsangeboten im Land Brandenburg (InnoMob)“ über das Infrastrukturministerium und den Landkreis Uckermark mitfinanziert. Diese Bezuschussung ermöglicht ab April eine stündliche Taktung und zusätzliche Fahrzeiten, eng verzahnt mit den Bahnfahrzeiten des RE3. Am 29. April wurde dieses Gemeinschaftsprojekt zusammen mit Landrätin Karina Dörk, Bürgermeister Frederik Bewer und Johanna Henschel, Geschäftsführerin des Tourismusvereins Angermünde e.V. sowie Gästen bei einer Pressekonferenz am Bahnhof Angermünde offiziell gestartet. Auch die neue Beklebung des Busses war ein Hingucker und Teil des Konzeptes.

Auf dem WelterbeBus der UVG ist zu sehen, was man im Grumsin erleben kann: Große Fotos mit Aufnahmen aus dem UNESCO Weltnaturerbe zu unterschiedlichen Jahreszeiten wurden bei der Gestaltung genutzt. Aber auch die touristischen Anbieter, die sich rund um diesen besonderen Wald und in der Region Angermündes finden, wie das Hotel 1912, Hemme Milch, der Tierpark Angermünde oder die Grumsiner Brennerei, sind in das auffällige Design des Busses eingeflossen. Er ist damit eine fahrende Werbefläche, der auf die Ausflugsziele und Einrichtungen, vor allem aber auf sich selbst aufmerksam machen soll. „Bei uns Brauchts kein Auto“ ist das Motto, das nicht nur auf dem Bus steht, sondern auch mit ihm gelebt wird.

Landrätin Karina Dörk zählte neben dem WelterbeBus noch weitere Projekte auf, die innovative Lösungen für den ÖPNV in der Uckermark umsetzen, wie beispielsweise die Inbetriebnahme von zwei mit Wasserstoff betriebenen Busse für den Linienverkehr. „Die Uckermark ist, was die Nachhaltigkeit betrifft, auf vielen verschiedenen Ebenen schon sehr gut unterwegs“, betont die Landrätin. „Aber es braucht auch immer die Leute vor Ort, die dabei mitmachen und sich engagieren.“

Bei allen Anwesenden war die Freude über die Förderung und den Ausbau der WelterbeBus-Linie groß. Bürgermeister Frederik Bewer appellierte aber auch an die Rolle der Landesregierung: „Das das Land uns hier unterstützt, finde ich sehr schön, doch letztlich ist es auch ein Ausdruck der Verantwortung des Land Brandenburg. Denn das UNESCO Weltnaturerbe ist keine Angermünder Angelegenheit, sondern es ist eine Landesaufgabe und damit ist es notwendig, dass das Land sich hier beteiligt.“

Der Bus ist ein wichtiges Bindeglied in der Besucherlenkung, denn wer den Grumsin, die regionalen Erzeuger und weiteren Ausflugsziele bereisen möchte, sollte dafür den WelterbeBus oder die anderen Angermünder Bus-Linien nutzen. Diese optimierte ÖPNV-Infrastruktur trägt einen wichtigen Beitrag zur Daseinsvorsorge sowie zum Klimaschutz in der Region bei. Darüber hinaus wird der Besucher-Hotspot Altkünkendorf am Rand des Weltnaturerbes von parkenden Autos spürbar entlastet.

Ob dieses WelterbeBus Grumsin-Angebot langfristig besteht, entscheiden letztendlich Bürger und Gäste mit ihrer Nutzung. Wird es eine gut frequentierte Linie, ist die Chance auf Fortbestand auch nach der 2jährigen Mitfinanzierung durch das Land Brandenburg aussichtsreich. Johanna Henschel sieht den Weg zum Ziel in einer stetigen Optimierung des Infrastrukturnetzes und einer fortlaufenden Öffentlichkeitsarbeit: „Wir arbeiten an einfachen, aber effektiven Orientierungshilfen wie besucherfreundlichen Ausschilderungen und Plakaten mit Fahrzeiten an jedem Ausflugsziel. Darüber hinaus möchten wir mit einer konsequenten Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit erreichen, dass die Fahrgastzahlen im WelterbeBus Grumsin in den nächsten zwei Jahren stetig steigen.“

Die WelterbeBus- Linie konnte nur entstehen, da alle Beteiligten an einem Strang gezogen haben, so Johanna Henschel: „Das Projekt WelterbeBus Grumsin ist ein absolut positives Beispiel für die Zusammenarbeit im Netzwerk zwischen den touristischen Dienstleistern, Kultur- und Freizeitakteuren, dem Amt für Kreisentwicklung Landkreis Uckermark, der Stadtverwaltung Angermünde, dem Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und dem Infrastrukturministerium des Landes Brandenburg. Gemeinsam wurden Lösungen zur Verbesserung des Angebots und Finanzierungen gefunden werden. Es ist ein Vorzeige-Projekt für eine nachhaltige Regionalentwicklung im Verbund. Ökologische, Ökonomische und sozio-kulturelle Belange werden in Teamarbeit berücksichtigt. Herzlichen Dank an alle Partner!“

Noch fährt der Bus vom 01.04. bis 31.10. „Doch vielleicht kommen wir irgendwann mal in den ganzjährigen Rhythmus“, so Frederik Bewer. Denn das Weltnaturerbe zieht auch immer mehr Besucher in der kalten Jahreszeit an.

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