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Freiwillige kämpfen im Stadtwald Angermünde gegen die Traubenkirsche

Freiwillige kämpfen im Stadtwald Angermünde gegen die Traubenkirsche

Bergwaldprojekt e.V. erstmals in der Uckermark

Würzburg / Angermünde, 01.07.2021

Vom 4. bis 10. Juli 2021 engagieren sich insgesamt 18 Ehrenamtliche in Angermünde für einen naturnahen Stadtwald. In dieser Zeit sind die Freiwilligen mit dem Bergwaldprojekt zum allerersten Mal auf verschiedenen Waldflächen Angermündes im Einsatz. Ziel des Einsatzes ist, einen konkreten Beitrag zur Verbesserung der ökologischen Situation im Stadtwald und dessen naturnaher Entwicklung zu leisten. Daneben sensibilisiert der Einsatz die Freiwilligen für eine nachhaltige Lebensweise in ihrem Alltag.

Nachdem das Bergwaldprojekt e.V. aufgrund der Coronapandemie im Jahr 2021 noch keine Projektwochen mit Ehrenamtlichen durchführen konnte, startet am 4. Juli 2021 der deutschlandweite Projektbetrieb – unter anderem mit dem Einsatz in der Uckermark.

Unter der Anleitung von Nana Schleißing vom Bergwaldprojekt e.V. und unter der Regie von Rafael Eckmann, dem Stadtwald-Beauftragten der Stadt Angermünde, werden die TeilnehmerInnen im Stadtwald überflüssige Zäune abbauen und sich schwerpunktmäßig mit der Bekämpfung der Spätblühenden Traubenkirsche beschäftigen. Die aus Nordamerika stammende invasive Traubenkirsche wird vom heimischen Wild nicht verbissen und verhindert durch ihre Ausbreitung die natürliche Verjüngung der einheimischen Laubhölzer.

Neben der praktischen Arbeit ist wie bei allen Projektwochen ein Exkursionsnachmittag vorgesehen, um die vielfältigen Aspekte des Waldes näher zu beleuchten und deren Bedeutung, nicht nur für den Menschen, besser verständlich zu machen.

„Bergwaldprojekt in unserer uckermärkischen Ebene – das ist für uns eine Premiere. Wir freuen uns auf die engagierten Menschen aus ganz Deutschland, die mit ihrem Einsatz unseren Stadtwald ökologisch aufwerten möchten. Davon profitiert nicht nur unsere Natur, sondern letztendlich wir alle“ (Frederik Bewer, Bürgermeister Angermünde)

„Indem sich Freiwillige aus ganz Deutschland aktiv für ihre Umwelt engagieren, entwickeln sie neue Beziehungen zum Wald und zur Natur. Die positiven Erfahrungen aus den Projektwochen bestärken sie oftmals darin, auch den eigenen Alltag naturverträglicher und ressourcenschonender zu gestalten. Sie beteiligen sich damit aktiv am gesellschaftlichen Wandel hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft.“  (Nana Schleißing, Projektleiterin vom Bergwaldprojekt e.V.)

„Die Freiwilligen lernen in der Woche die wichtigen Funktionen des Waldes und seine mögliche Artenvielfalt kennen und leisten einen persönlichen Beitrag zu dessen naturnaher Entwicklung. Wir freuen uns, dass wir mit dem Bergwaldprojekt einen Partner gefunden haben, um die notwendigen Pflegemaßnahmen im Stadtwald in den nächsten Jahren voranzubringen.“ (Rafael Eckmann, Stadtwaldbeauftragter Angermünde)

Untergebracht ist die Gruppe in der Tabakfabrik Vierraden. Ein eigener Koch kümmert sich um die vegetarische, biologische und möglichst regionale und saisonale Verpflegung der Gruppen.

Bergwaldprojekt e.V.

Das Bergwaldprojekt e.V. mit Sitz in Würzburg organisiert deutschlandweit Freiwilligen-Wochen mit jährlich mehr als 3.000 Teilnehmenden und über 140 Projektwochen an mehr als 70 Einsatzorten in Deutschland. Ziele der Arbeitseinsätze sind, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten, den TeilnehmerInnen die Bedeutung und die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und eine breite Öffentlichkeit für einen naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen. Der Verein finanziert sich größtenteils aus Spenden.

www.bergwaldprojekt.de

Einsatzort Stadtwald Angermünde

Der Einsatzort für die Bergwaldwoche liegt im Stadtwald von Angermünde am südlichen Rand des Wolletzsees, in unmittelbarer Nähe zum Buchenwald Grumsin, der vor 10 Jahren als Welternaturerbe der UNESCO ausgezeichnet wurde. Seitdem ist der Grumsin Teil der länderübergreifenden Welterbestätte „Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas“. Der Stadtwald Angermünde liegt mitten in der Welterberegion und hat das Potenzial, mit seinen Laubmischwäldern mit hohem Buchenanteil als Vernetzungsbiotop für den Grumsin zu dienen. Außerdem soll der Stadtwald als attraktive Alternative oder Ergänzung zum UNESCO-Weltnaturerbe erlebbar gemacht werden, sozusagen als “kleiner Bruder” des Grumsin, da der hohe Schutzstatus die Ausbau- und Erlebnismöglichkeiten im Weltnaturerbegebiet – zu Recht – begrenzt. Der Angermünder Stadtwald wird nach FSC-Zertifizierung naturnah bewirtschaftet und ist als FFH-Gebiet ausgewiesen.

Weitere Informationen

Rafael Eckmann
Stadtwaldbeauftragter Angermünde
E-Mail: r.eckmann@angermuende.de
Telefon: 03331 – 260069

Nana Schleißing
Projektleiterin Bergwaldprojekt e.V.: 0157 71310095

Peter Naumann
Pressesprecher Bergwaldprojekt e.V.
Telefon: 0831-512 7635
E-Mail: pn@bergwaldprojekt.de

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