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Angermünde startet mit traditionellem Wirtschaftsempfang

Nachdenkliches und Heiteres gab Bürgermeister Frederik Bewer seinen Gästen mit auf den Weg

Nachdem am Dienstag, 7. Januar 2020 das Rathaus Angermünde seine Türen für den mittlerweile dritten Kinderneujahrsempfang öffnete, lud Bürgermeister Frederik Bewer am nächsten Tag zum traditionellen Wirtschaftsempfang der Stadt. Der Einladung, die an alle Unternehmer und Gewerbetreibenden der Stadt und der Ortsteile sowie an regionale Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft gerichtet war, kamen zahlreiche Gäste nach. Sie nutzten die Gelegenheit, nach der Neujahrsansprache des Bürgermeisters miteinander ins Gespräch zu kommen und die ersten Projekte und Ideen für 2020 zu besprechen.

Gleich zu Beginn des Empfanges ließ es sich Bürgermeister Frederik Bewer nicht nehmen, auf den turbulenten aber trotzdem sehr inspirierenden und schönen Kinderneujahrsempfang am Tag zuvor zu sprechen zu kommen. In diesem Atemzug sprach er allen Erzieherinnen und Erziehern sowie dem Lehrpersonal seinen großen Respekt aus und bedankte sich für ihr wichtiges Engagement. Auch der Freiwilligen Feuerwehr sprach er seinen großen Dank für ihre bedeutende Arbeit aus und stellte die seit Ende des letzten Jahres aufgestellten Dankeschön-Banner für die Feuerwehr an den Eingängen der Stadt vor. „Dies ist jedoch nur eine kleine Geste für den Einsatz der Feuerwehrleute und spiegelt nicht annähernd wider, was die Einsatzkräfte in ihrer Freizeit für das Gemeinwohl leisten“, so Frederik Bewer.

Seine Rede zum neuen Jahr nutzte Frederik Bewer zum einen als Rückblick auf 2019. Schon bei der Auswahl an vorgestellten Projekten wurde deutlich, dass Angermünde im vergangenen Jahr einige große und wichtige Hürden genommen hat. So wurde die Stadt zum Mittelzentrum ernannt und erhält damit die Chance, sich weiterzuentwickeln und in der Landesplanung eine Rolle zu spielen. Auch das zum Ende des Jahres finalisierte und beschlossene Integrierte Stadtentwicklungskonzept mit seiner breiten Bürgerbeteiligung und einem konzipierten Maßnahmenplan stellt einen wichtigen Schritt für die zukünftige Entwicklung von Angermünde dar.

Zum anderen ist eine Rede zum neuen Jahr auch immer eine gute Gelegenheit, Denkanstöße zu geben: So appellierte er an eine gesunde Streitkultur in der es wieder „Diskurs, statt Bezichtigung, Offenheit statt Vernichtungs-Willens gibt.“. „Hetze, Hass, Gewalt, Ausgrenzung, Abgrenzung – das war in der Menschheitsgeschichte noch nie die Lösung und schon gar keine Alternative“, so Frederik Bewer. Die aktuellen Klimadiskussionen wurden von Bewer als wichtige Chance gesehen. Ungeachtet der Diskussion um die Gründe für den weltweiten Klimawandel hält es der Bürgermeister für äußerst wertvoll, sich mit aller Kraft für eine saubere und lebenswerte Umwelt einzusetzen. Er wies darauf hin, dass wir Menschen neben anderen nur Gäste auf dieser Welt sind und wünscht sich mehr Achtsamkeit von allen.

Und auch Lebensweisen aus Neuseeland gab er seinen Gästen auf den Weg: „Mit dem Wort „Whanaungatanga“ aus der Sprache der Maori beschreiben und leben die Neuseeländer ein Gefühl tiefer Verbundenheit und Empathie. Es bedeutet, für die anderen zu sorgen, weil ihr Geschick untrennbar mit dem eigenen verbunden ist. Uns würde ein bisschen mehr Whanaungatanga äußerst guttun“, so Bewer. „Wir sind die Gesellschaft, die wir alle wollen.“

Kulturell umrahmt wurde der Angermünder Neujahrsempfang von dem Angermünder Pop-Chor, der 2018 von Sängerin und Chorleiterin Jana Tarasenko ins Leben gerufen wurde. Unter dem Motto „Gemeinsam singen ist das Beste“ gehören dem Chor mittlerweile 20 Frauen und Männer an. Sie präsentierten eine Auswahl aus ihrem Repertoire von Pop bis Gospel. Sogar ein auf Angermünde umgeschriebenes Lied nach der Melodie von „Cold As Ice“ wurde gesungen. Jana Tarasenko schrieb es für eine Aktion von RBB „Heimat der Rekorde“ zum 1912 in Angermünde aufgestellten Brandenburger Kälterekord von -30,1 Grad um und brachte die Gäste damit zum Schmunzeln.

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