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Angermünde startet Bürgerbudget mit insgesamt 50.000 Euro pro Jahr

Angermünde startet Bürgerbudget mit insgesamt 50.000 Euro pro Jahr

Generationenbudget soll bereits die Kleinsten ansprechen – Start am 12. April 2021

Die Stadt Angermünde hat eine neue Form der Bürgerbeteiligung: Erstmals sollen die Bürgerinnen und Bürger eigene Bürgerbudgets zur Verfügung gestellt bekommen und sich damit mehr in die Gestaltung ihrer Stadt- oder Ortsteile einbringen können. Das sogenannte Generationenbudget sieht neben dem mittlerweile weit verbreiteten Bürgerbudget auch ein Kinder- und Jugendbudget sowie ein Seniorenbudget vor. „Ziel ist es, in allen Altersgruppen eine rege Beteiligung und eine große Bandbreite an Ideen und Vorschlägen zu erreichen. Diese können ab dem 12. April 2021 eingereicht werden“, so Christin Neujahr, zuständig für die Umsetzung des Generationenbudgets.

Auch Bürgermeister Frederik Bewer freut sich, dass es nun losgehen kann: „Ich habe bereits 2019 einen Beschluss in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht, dass die Stadt sich mit dem Thema auseinandersetzen soll und eine Variante für Angermünde entwickelt. Im letzten Jahr konnte diese dann mit dem Generationenbudget gefunden werden. Nachdem das Konzept in allen Ausschüssen und in der SVV vorgestellt und diskutiert werden konnte, wurde Anfang des Jahres die finale Satzung beschlossen. Jetzt sind unsere kleinen und großen Angermünderinnen und Angermünder gefragt, ihre Projekte und Vorschläge einzureichen. Was ist für unsere Stadt wichtig? Was braucht es noch? Das sind Fragen, die wir nun an alle richten.“

Insgesamt werden die Budgets jährlich mit insgesamt 50.000 Euro ausgestattet, davon sind 30.000 Euro für das Bürgerbudget ab 16 Jahren vorgesehen sowie jeweils 10.000 Euro für das Kinder- und Jugendbudget für die 1. bis 10. Klasse bzw. das Seniorenbudget für alle ab 65 Jahren. „Dabei können alle Angermünderinnen und Angermünder ab 65 Jahren frei entscheiden, ob Sie ihren Vorschlag im Bürgerbudget oder im Seniorenbudget einreichen möchten. Je nachdem, wo es thematisch und finanziell besser eingeordnet ist und man letztlich größere Chancen hat, viele Stimmen zu bekommen“, so Christin Neujahr.

Das Kinder- und Jugendbudget ist für Schülerinnen und Schüler der 1. bis 10. Klasse der Angermünder Schulen vorgesehen. „Wir würden uns freuen, wenn der Vorschlag im Klassenverband entwickelt und eingereicht wird. Dann sind viele Kinder in den Prozess einbezogen und können ihre Idee in Gemeinschaft entwickelt und präsentieren. Aber auch Einzelvorschläge sind möglich“, so Christin Neujahr. „Wichtig bei diesem Budget ist auch, dass der Vorschlag von der Allgemeinheit der Kinder und Jugendlichen nutzbar oder erfahrbar ist und sie bei der Umsetzung einbezogen werden können“, informiert sie.

Am Ende entscheiden ausschließlich die Bürgerinnen und Bürger bzw. die Kinder und Jugendlichen selbst, welche Vorschläge im Folgejahr durch die Stadtverwaltung verwirklicht werden sollen. Dafür wird es Ende des Jahres Abstimmungsveranstaltungen geben. Aber auch die Möglichkeit der Online-Abstimmung wird für das Bürgerbudget und das Seniorenbudget eingerichtet. Die Vorschläge werden dann in der Reihenfolge der auf sie anfallenden Anzahl der Stimmen realisiert, bis das zur Verfügung stehende Budget aufgebraucht ist.

Informationen und Formulare zum Einreichen der Vorschläge findet man unter: www.angermuende.de/generationenbudget oder direkt zum Mitnehmen im Foyer des Rathauses. Alle eingereichten Vorschläge werden auf der Internetseite nach Prüfung und Zulassung durch die Stadtverwaltung Angermünde veröffentlicht. Auch nicht-zugelassene Vorschläge werden unter Angabe der jeweiligen Gründe veröffentlicht. Zuvor erhalten die Einreichenden in diesen Fällen die Möglichkeit der Überarbeitung. Auch für Nachfragen steht die Stadtverwaltung gerne zur Verfügung. Interessierte können sich an Christin Neujahr unter der Telefonnummer 03331 260067 oder ch.neujahr@angermuende.de wenden.

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