22. Bus- und Bahnhof

Der Angermünder Bahnhof wurde 1842, im Jahr der Inbetriebnahme der Berlin-Stettiner Eisenbahn, errichtet. Nachdem die Strecken nach Stralsund 1863, Schwedt 1873 und Bad Freienwalde 1877 fertig gestellt waren, entwickelte sich der Bahnhof  schnell zu einem bedeutenden Eisenbahnknotenpunkt für die Region.
Das anfänglich zweiflügelige Empfangsgebäude genügte schon bald nicht mehr. Bereits 1861 errichtete man ein neues Bahnhofsgebäude mit Vorhalle. Das ursprüngliche Gebäude blieb links davon stehen und ist noch heute erhalten. Es diente als Postamt  und  Bahnhofspolizeistation.
Die Bahnsteige und Gleise befanden sich zunächst beiderseits des Empfangsgebäudes, d. h. auch auf dem heutigen Bahnhofsvorplatz. Um ungefährdet von der Stadt zum Bahnhofsgebäude gelangen zu können, legte man 1863 einen ersten und 1890 einen zweiten Personentunnel an.
Die wachsende Bedeutung des Bahnhofs Angermünde führte beginnend mit dem Jahr 1906 zur Umgestaltung der Bahnhofsanlagen. Alle Gleise und Bahnsteige wurden auf die Westseite des Empfangsgebäudes verlegt. Man errichtete drei durch einen Tunnel verbundene, überdachte Bahnsteige und den repräsentativen Bahnhofsvorplatz.
In der Folgezeit entstanden nördlich des Bahnhofs der Güterbahnhof und das Bahnbetriebswerk. Mehrere Kleinbahnen, wie beispielsweise die Angermünder Klüterbahn, erhielten Zufahrten zu den 4 Hauptstrecken.
Um 1940 umfasste der Bahnhof Angermünde einschließlich der Nebenanlagen 22 km Gleis.

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